Drei Partner wollen gemeinsam den Aufbau einer Wasserstoff-Lieferkette prüfen.

Drei Partner wollen gemeinsam den Aufbau einer Wasserstoff-Lieferkette prüfen. (Bild: Thyssenkrupp)

| von Nora Menzel

Bisher haben die Stahlhersteller Thyssenkrupp und Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) Kohle, Eisenerz sowie weitere Rohstoffe über ein eigenes Terminal in Rotterdam importiert. Um Stahl klimaneutral zu produzieren, würden die Unternehmen große Mengen Wasserstoff anstelle von Kohle benötigen. Die Zusammenarbeit der Stahlkonzerne mit dem Hafen Rotterdam soll prüfen, wie Wasserstoff über Rotterdam international importiert und ein Pipeline-Korridor zwischen Rotterdam und Duisburg ermöglicht werden könnte. Dabei soll das Vorhaben bereits bestehende Initiativen und Projekte, an denen die Partner beteiligt sind, unterstützen.

Grenzüberschreitende H2-Infrastruktur für die Energiewende

Die drei Parteien vertreten die Ansicht, dass zur Begleitung der Energiewende eine neue, grenzüberschreitende Infrastruktur erforderlich sei. Die Nachfrage nach Wasserstoff seitens der Stahlindustrie als Alternative zu Kohle sowie die Möglichkeiten, CO2 zu speichern, könnten ein Impuls für die Realisierung dieser Infrastruktur sein. Die Zusammenarbeit zwischen Rotterdam als Europas größtem Hafen und Duisburg als Europas größtem Stahlstandort könne eine Signalwirkung haben, um Lieferketten für die Energiewende und ein europäisches Logistikcluster aufzubauen.

Der Hafen Rotterdam prüft schon jetzt den Import von Wasserstoff aus verschiedenen Ländern und Regionen weltweit. Zudem errichtet er ein System (Porthos), um CO2 zu transportieren und zu speichern. Mit Thyssenkrupp ist der Rotterdamer Hafen noch an einem weiteren Wasserstoff-Projekt beteiligt, H2morrow Steel, für das blauer Wasserstoff hergestellt wird und das entstehende CO2 gespeichert werden muss.

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