Uhde schließt Joint Venture mit koreanischem Energieversorger
| von Fabian Liebl
Dr. Michael Thiemann ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Uhde (Bild: Uhde)

Dr. Michael Thiemann ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Uhde (Bild: Uhde)

Die Vertragsunterzeichnung fand in Uhdes Hauptniederlassung in Dortmund statt, in Anwesenheit von Herrn Ssang-su Kim, dem Vorstandsvorsitzenden von KEPCO, Herrn Dr. Heinrich Hiesinger, dem Vorstandsvorsitzenden der ThyssenKrupp AG, und Herrn Dr. Michael Thiemann, dem Vorsitzenden von Uhde. Kepco hält mit 66 % den größten Anteil an dem neu gegründeten Joint Venture, Uhdes Anteil beträgt 34 %. Das Prenflo-PSG-Verfahren wird in einem Kombikraftwerk zur Stromerzeugung im spanischen Puertollano eingesetzt. Bei der Kombikraftwerk-Technologie wird Kohle unter hoher Temperatur und hohem Druck vergast, um ein vorwiegend CO und Wasserstoff enthaltendes Brenngas zu erzeugen, das dann gereinigt wird und zum Betrieb von Gas- und Dampfturbinen eingesetzt wird. Herkömmliche Stromerzeugungsanlagen sollen durch Kombikraftwerke mit integrierter Vergasung ersetzt werden, die CO2, SOX und NOX erheblich reduzieren und dabei eine hohe Stromausbeute sicherstellen. Die Herstellung synthetischen Erdgases, mit CH4 als Hauptbestandteil ist deshalb besonders geeignet als Ersatz für Flüssig-Erdgas, und eine vielversprechende Vergasungstechnologie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, die Energiequelle der Zukunft zu werden.

Kepco-Uhde Inc. wird im Juli 2011 in Korea gegründet. Für das Joint Venture ist ein erster Auftrag im vierten Quartal dieses Jahres geplant. Das Unternehmen plant, das größte IGCC-Kombikraftwerk zur Stromerzeugung zu bauen und will bis 2020 weltweit führend bei Kombikraftwerken mit integrierter Vergasung (IGCC), Anlagen zur Herstellung von synthetischem Erdgas (SNG) und bei der CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS) zu sein, d.h. in Bereichen, die sich durch hohe Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Umweltfreundlichkeit auszeichnen. 

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