Wacker nimmt neue Polysilicium-Anlage in Nünchritz in Betrieb
Insgesamt hat Wacker Chemie rund 900 Mio. Euro in die neuen Polysilicium-Anlagen in Nünchritz investiert und dadurch mehr als 500 neue Arbeitsplätze geschaffen (Bild: Wacker Chemie)

Insgesamt hat Wacker Chemie rund 900 Mio. Euro in die neuen Polysilicium-Anlagen in Nünchritz investiert und dadurch mehr als 500 neue Arbeitsplätze geschaffen (Bild: Wacker Chemie)

Nach dem Beginn der Produktion im Herbst 2011 wird die volle Nennkapazität der Produktionsanlage von rund 15.000 t/a wird voraussichtlich in den nächsten Wochen erreicht. Insgesamt steigert das Chemieunternehmen damit seine Gesamtkapazität für Polysilicium bis Ende 2012 auf rund 52.000 t/a. Mit dem gegenwärtig im Aufbau befindlichen Anlagen in Charleston, USA, erhöht sich die Kapazität bis 2014 dann auf rund 70.000 t/a.

„Der Kapazitätsausbau ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Nachfrage unserer Kunden nach qualitativ erstklassigem Polysilicium für Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad auch in den kommenden Jahren bedienen zu können“, sagte Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. „Das gesamte Polysilicium von Wacker steht bis Ende 2015 nahezu vollständig unter Vertrag einschließlich der Mengen aus der Produktion in Nünchritz.“

Nachdem im 4. Quartal 2011 massive Überkapazitäten in der Solarindustrie und die Konsolidierung innerhalb der Branche das Polysiliciumgeschäft von Wacker stark gebremst hatten, hat sich die Nachfrage in den ersten Monaten 2012 wieder deutlich belebt. Die Absatzmengen waren im 1. Quartal 2012 um knapp 50 % höher als vor einem Jahr. Gegenwärtig laufen alle Produktionsanlagen auf Volllast. Aus heutiger Sicht wird die Nachfrage in den kommenden Monaten weiter robust bleiben.

„Wir sehen die Perspektiven für die Photovoltaik sehr positiv, denn der deutliche Preisrückgang bei Polysilicium, Wafern, Zellen und Modulen steigert ihre Wettbewerbsfähigkeit als Energieträger“, betonte der Konzernchef. Das werde dazu führen, dass neue Märkte erschlossen werden. Die großen Wachstumsmärkte seien China, Indien und die USA.

(dw)

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