Wacker nimmt Polysiliciumproduktion in Nünchritz in Betrieb
Kreisgasanlage der Polysiliciumproduktion im Werk Nünchritz. In der Anlage werden anfallende Nebenprodukte recycelt, um sie wieder in den Herstellungsprozess einzuspeisen (Foto: Wacker)

Kreisgasanlage der Polysiliciumproduktion im Werk Nünchritz. In der Anlage werden anfallende Nebenprodukte recycelt, um sie wieder in den Herstellungsprozess einzuspeisen (Foto: Wacker)

Nach dem Beginn der Produktion im Herbst vergangenen Jahres ist der Hochlauf der Anlagen inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die volle Nennkapazität von rund 15.000 Tonnen pro Jahr wird voraussichtlich bereits in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen. Insgesamt steigert das Unternehmen seine Gesamtkapazität für Polysilicium bis Ende 2012 auf rund 52.000 Jahrestonnen und ist damit einer der größten Hersteller weltweit. Mit dem gegenwärtig im Aufbau befindlichen Polysiliciumstandort in Charleston (Tennessee, USA) erhöht sich die Kapazität bis 2014 nochmals auf dann rund 70.000 Jahres¬tonnen. Wacker stärkt auf diese Weise seine Position als führender Hersteller von hochwertigem Halbleiter- und Solarsilicium.

„Der Kapazitätsausbau ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Nachfrage unserer Kunden nach qualitativ erstklassigem Polysilicium für Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad auch in den kommenden Jahren bedienen zu können“, sagte Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG, in seiner Festrede. „Das gesamte Polysilicium von Wacker steht bis Ende 2015 nahezu vollständig unter Vertrag einschließlich der Mengen aus der Produktion in Nünchritz.“

Nachdem im 4. Quartal 2011 massive Überkapazitäten in der Solarindustrie und die Konsolidierung innerhalb der Branche das Polysiliciumgeschäft von Wacker stark gebremst hatten, hat sich die Nachfrage in den ersten Monaten des laufenden Jahres wieder deutlich belebt. Die Absatzmengen waren im 1. Quartal 2012 um knapp 50 Prozent höher als vor einem Jahr. Gegenwärtig laufen alle Produktionsanlagen auf Volllast. Aus heutiger Sicht wird die Nachfrage in den kommenden Monaten weiter robust bleiben.

Positive Erwartungen für den Solarmarkt
In seiner Rede ging Staudigl auch auf die künftigen Erwartungen von Wacker für den Solarmarkt ein. „Wir sehen die Perspektiven für die Photovoltaik sehr positiv, denn der deutliche Preisrückgang bei Polysilicium, Wafern, Zellen und Modulen steigert ihre Wettbewerbsfähigkeit als Energieträger“, betonte der Konzernchef. Das werde dazu führen, dass neue Märkte erschlossen werden. Die großen Wachstumsmärkte der Zukunft seien China, Indien und die USA. „Das Polysilicium aus Nünchritz hilft uns dabei, dieses Wachstum zu begleiten“, zeigte sich Staudigl überzeugt.

 

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