2050 climate plan, reduce carbon dioxide footprint.

Auch eine Studie des Weltchemieverbands ICCA stimmt hoffnungsvoll: Diese kommt zum Ergebnis, dass sich mithilfe von 17 Chemie-Technologien bis 2050 bis zu einem Viertel der heute jährlich emittierten Treibhausgase einsparen lassen.
Bild: Olivier-Le-Moal-AdobeStock

| von Armin Scheuermann

Besonders hohes Einsparpotenzial haben der ICCA-Studie zufolge Verbesserungen bei Solarzellen, Batteriespeichern und Aminosäuren für die Tierernährung. In der Studie wurden 1.000 Lösungen untersucht, von denen 450 das Potenzial haben, Treibhausgas-Emissionen zu senken. 137 davon wird eine hohe Umsetzungswahrscheinlichkeit zugebilligt. Würden diese künftig angewandt, könnten jährlich fünf bis zehn Gigatonnen Kohlendioxid-aquivalente Treibhausgas-Emissionen eingespart werden.

CT-Artikel zum Thema klimaneutrale Chemie:

„Innovationen aus der Chemie sind ein wichtiger Hebel für den Klimaschutz. Wir arbeiten daran, unsere eigenen Emissionen in der Produktion zu reduzieren, um spätestens 2050 treibhausgasneutral zu sein. Unterschätzt und bei weitem noch wichtiger aber sind die Leistungen unserer Produkte. Damit reduzieren wir bei unseren Kunden ein Vielfaches an Treibhausgasemissionen“, kommentiert Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Chemieverbands VCI, die Studie.

Langfrist-Investitionen erfordern stabilen Politik-Rahmen

Die ICCA-Studie sieht allerdings Handlungsdruck und mahnt an die Adresse der Politik: Das Zeitfenster schließt sich schnell, wenn es um langfristige strategische Entscheidungen zur Verwirklichung einer kohlenstoffarmen Gesellschaft bis 2050 geht. Um großtechnische kohlenstoffarme Produktionstechnologien in reifen Märkten zu kommerzialisieren und die Kapazitäten für die Entwicklung von Anwendungen und Märkten finanziell belastbar und wirtschaftlich tragfähig zu machen – bei jeweils günstigem Chance-Risiko-Verhältnis – sind verlässliche politische Rahmenbedingungen unabdingbar. Diese Rahmenbedingungen geben engagierten Unternehmen Sicherheit und unterstützen die Entfaltung der Potenziale der chemischen Industrie in Richtung einer Low-Car-Bon-Gesellschaft.“

Die Studie kann hier abgerufen werden.

(as)

Digitalisierung und die Chemiefabrik der Zukunft:

 

Der Eintrag "freemium_overlay_form_cte" existiert leider nicht.