Die Öl- und Gasförderung war für Wintershall 2017 durch gestiegene Preise besonders lukrativ. (Bild: Wintershall)

Die Öl- und Gasförderung war für Wintershall 2017 durch gestiegene Preise besonders lukrativ. (Bild: Wintershall)

Der Umsatz von Wintershall stieg um 17 % auf 3,2 Mrd. Euro. Während die geförderte Öl- und Gasmenge auf dem Niveau des Vorjahres (165 Mio. BOE) blieb, profitierte das Unternehmen vor allem von gestiegenen Öl- und Gaspreisen: Ein Barrel der Referenz-Rohölsorte Brent kostete im Jahr 2017 durchschnittlich 54 US-Dollar und damit 10 Dollar mehr als noch im Vorjahr. Auch die Gaspreise legten an den europäischen Märkten um 24 % zu. Das operative Ergebnis (Ebit) von Winterhall ohne Sondereinflüsse stieg 2017 um mehr als die Hälfte auf 793 Mio. Euro. Der Gewinn verdoppelte sich etwa auf 719 Mio. Euro.

2018: Investitionen und Produktionssteigerung

In der Norwegischen See fördert Wintershall Öl in einer Tiefe von 300 m. (Bild: Wintershall)

Im Untersee-Feld Maria fördert Wintershall seit Dezember 2017 Öl in einer Tiefe von 300 m. (Bild: Wintershall)

Dieses Ergebnis schafft bei Wintershall Platz für weitere Investitionen: Insgesamt plant das Unternehmen bis 2022 rund 3,5 Mrd. Euro in den weiteren Ausbau der Öl- und Gasaktivitäten zu stecken. Die Zielregionen sind dabei auf längere Sicht vor allem Brasilien und Abu Dhabi. Im laufenden Geschäftsjahr 2018 will sich Wintershall vor allem auf Argentinien und Russland konzentrieren. Auch in Norwegen hat das Unternehmen jüngst neue Explorationslizenzen erhalten sowie das Untersee-Ölfeld Maria erschlossen. Durch höhere Produktion und positive Preiseffekte erwartet Wintershall daher für 2018 bei Umsatz und Ergebnis „einen deutlichen Anstieg“.

Fusion mit DEA soll für Synergieeffekte sorgen

Weitere positive Effekte erhofft sich das Unternehmen von der geplanten Fusion mit DEA. „Die Portfolios der beiden Unternehmen passen perfekt. Wir könnten unsere europäische Produktion weiter stärken und unsere Förderregionen in Südamerika und Nordafrika ausbauen“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Mario Mehren. Wie das Handelsblatt berichtet, soll der Fusionsvertrag noch im März oder April 2018 unterzeichnet werden. An dem zusammengeschlossenen Unternehmen sollen BASF 67 % und die Investorengruppe Letterone 33 % halten.

(jg)

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