Erste Bremsspuren im September

Maschinenbau: Exporttempo nur leicht verlangsamt

19.11.2018 Die deutschen Maschinenbauer machen im Ausland weiterhin ein gutes Geschäft: Im dritten Quartal 2018 hatten sie nach den Zahlen des VDMA ein Exportwachstum von 3,9 % zu verzeichnen. In der Halbjahresbilanz stand noch ein Plus von 5,9 %. Erste Bremsspuren zeigten sich insbesondere im September.

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docked container ship

Deutsche Maschinen bleiben weltweit begehrt. (Bild: Anyka – Fotolia)

Im letzten Monat des Quartals gingen die Exporte sogar leicht um 0,2  % zurück. Für das ganze dritte Quartal verbuchten die deutschen Maschinenbauer dennoch wachsende Auslandsgeschäfte von insgsamt 43,8 Mrd. Euro. Nach Einschätzung des VDMA werden erst die kommenden Monate zeigen, wie sich die weltweiten Handelsstreitigkeiten auf den Maschinenbau in Deutschland auswirken. Auch der Verband beobachtet, dass das Geschäft zunehmend schwieriger werde. „Umso erfreulicher ist die Fähigkeit vieler mittelständischer Maschinenbaubetriebe, sich trotz aller Handelshemmnisse im globalen Wettbewerb zu behaupten“, analysiert Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

China erobert Spitze zurück – Italien legt zu

Mit dem dritten Quartal ist China wieder an die Spitze als wichtigster Einzelxportmarkt für den deutschen Maschinenbau gerückt. In den ersten neun Monaten 2018 stiegen die Ausfuhren in die Volksrepublik um 11,4 % auf 14,23 Mrd. Euro an. Damit hat China einen Anteil von 10,8 % an den gesamten deutschen Maschinenausfuhren. Die Exporte in die Vereinigten Staaten – zum Halbjahr noch knapp vor China im Ranking – legten im selben Zeitraum um 6,9 % auf 14,16 Mrd. Euro zu. Die USA haben damit einen Anteil von 10,7 % an den gesamten Ausfuhren. Auf den Plätzen dahinter folgten unverändert Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich. Besonders kräftig wuchsen dabei in den ersten neun Monaten die Ausfuhren nach Italien (plus 12,3 % auf 6,23 Mrd. Euro). Ebenfalls gut entwickelte sich das Geschäft in Polen (Rang 8) und Russland (Rang 9). Unverändert schwierig bleibt dagegen dabei das Geschäft mit der Türkei (Rang 15), das Minus der Ausfuhren weitete sich hier auf 8,9 % aus.

(jg)

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