Kunststoffherstellung

Maschinenbau fordert strengere gesetzliche Vorgaben, um Kreislaufwirtschaft zu fördern

17.10.2019 Der Vorstandsvorsitzende des Kunststoffmaschinenverbands VDMA, Ulrich Reifenhäuser, fordert von der Politik strengere Vorgaben nd Regulierungen, um die Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen.

„Wir müssen die Kreislaufwirtschaft beschleunigen und dazu brauchen wir strenge Gesetze und auch schmerzhafte Strafen, wenn sich jemand nicht daran hält“, sagte
Reifenhäuser am Mittwoch auf einer Podiumsdiskussion des VDMA zu Beginn der Kunststofftechnik-Messe K in Düsseldorf. Die Kreislaufwirtschaft führe notwendigerweise zu Innovationen. Je höher die politischen Anforderungen an die Kunststoffindustrie gestellt würden, desto eher könne man mit technologischen Lösungen rechnen.

Auf der Kunststoffmesse K forderte der Vorstandsvorsitzende des Kunststoffmaschinenverbands im VDMA, Ulrich Reifenhäuser, die Politik zu strengeren Vorgaben und Regulierungen auf. In der Mitte: Dr. Joanna Drake vom EU-Umweltkommissariat. Bild: VDMA

Auf der Kunststoffmesse K forderte der Vorstandsvorsitzende
des Kunststoffmaschinenverbands im VDMA, Ulrich Reifenhäuser, die Politik zu strengeren Vorgaben und Regulierungen auf. In der Mitte: Dr. Joanna Drake vom EU-Umweltkommissariat. Bild: VDMA

„Die Politik macht Vorgaben, aber der Treiber wird der Wettbewerb sein“, sagte Reifenhäuser an die Adresse von Dr. Joanna Drake, stellvertretende Generaldirektorin des EU-Umweltkommissariats. Die verwies aber darauf, dass die EU-Kommission die Messlatte schon sehr hoch hänge und dies auch weiter tun werde. „Wir setzen die Ziele hoch, aber wir werden oft von den Regierungen der Mitgliedsstaaten gebremst, die denken, ihre Unternehmen vor allzu hohen Forderungen schützen zu müssen“, sagte sie. Drake forderte ihrerseits die Kunststoffindustrie auf, die Kommission auf ihrem ehrgeizigen Weg zu unterstützen. Sie wertete das bisher Erreichte als Erfolg. Vor wenigen Jahren sei Kreislaufwirtschaft für viele gar kein Thema gewesen. Mittlerweile zögen alle Beteiligten der Wertschöpfungskette Kunststoff an einem Strang. „Die Kunststoffindustrie ist heute schon Teil der Lösung des Abfallproblems“, sagte sie.

(as)

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