Neue Hochleistungspumpe für Wärmeträger

Mehr, Weiter, Sicherer

09.12.2007 In vielen Industriezweigen werden die Produktionsanlagen immer größer. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend beispielsweise in der Kunststoffindustrie mit ihren World-scale-Anlagen. Diesem Anlagenwachstum müssen auch die Wärmeträgerpumpen folgen. Doch je größer die Pumpe, desto höher sind der Anschaffungspreis und der Platzbedarf. Mehr Leistungsstärke bei kompakter Größe ist hier die Lösung.

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Genügsame Kunden, die mit dem zufrieden sind, was man ihnen bietet, wünscht sich jeder. Der Nachteil an solchen Kunden ist jedoch, dass sie ihre Anforderungen nicht konkretisieren. Das musste zumindest der Pumpenhersteller Allweiler feststellen, als er auswertete, in welchen Leistungsbereichen die Kunden seine Wärmeträgerpumpen einsetzen. Dabei kam heraus, dass die Betreiber ihre Anlagen auf die zur Verfügung stehende maximale Pumpenleistung ausgerichtet hatten, ohne den Bedarf von stärkeren Pumpen zu äußern. Als Konsequenz daraus entwickelte das Unternehmen eine Kreiselpumpe mit Gleitringdichtung speziell für den Einsatzzweck, Thermalöle in großen Mengen über große Entfernungen zu fördern. Das Modell Allheat 1000 kann bei 29001/min bis zu 1450m3/h in eine Höhe von maximal 105m fördern. Die Pumpe erweitert die bestehende Baureihe für unterschiedliche Wärmeträger wie Öle, Wasser und Glykole. Das Temperaturspektrum reicht dabei von -30 bis 350°C. Eine externe Kühlung ist nicht nötig. Um den Wärmehaushalt niedrig zu halten, tüftelten die Entwickler die passende Kombination aus Material und Pumpengeometrie (Wärmesperre) aus, so dass im Bereich der Dichtung nur 80 bis 100°C herrschen.

Kleines Laufrad mit hoherGeschwindigkeit

Um die Pumpe klein zu halten, wurde die Geschwindigkeit des Laufrades erhöht. Dadurch kommt sie mit einem Laufraddurchmesser von 250 statt 500mm aus. Die Nennweite am Druckstutzen beträgt 200mm. Außen an der Pumpe dienen fachwerkartige Versteifungen der Stabilisierung. Eine Besonderheit aller Pumpentypen der Baureihe sind die Kipplager. Die Lager sind dabei nicht eingepresst, sondern kippbeweglich angeordnet. Dadurch gleicht sich eine Einschubeinheit, die zum Beispiel nach einer Wartung nicht exakt ausgerichtet und zentriert wurde, automatisch aus. Zudem reagiert das Lager beweglich, wenn Druck auf die Welle entsteht. Das vermeidet Punktbelastungen und verlängert die Einsatzdauer.

Die Stückzahlen sollen im zweistelligen Bereich pro Jahr liegen. Als Primärpumpe, die einen großen Wärmeträgerkreislauf am Zirkulieren hält, ist die neue Thermalölpumpe unter anderem für die chemische Industrie, die holzverarbeitende Industrie, für die Herstellung von Textilien sowie für die Kohlenwasserstoffzubereitung konzipiert.[Sim]

Heftausgabe: Dezember 2007

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Papst
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