Partnerschaft mit Glashersteller

Merck will neue Märkte für Flüssigkristalle erschließen

10.06.2020 Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck hat eine strategische Partnerschaft mit dem US-Glashersteller Guardian Glass bekannt gegeben. Dieser soll zukünftig Mercks Flüssigkristall-Fenster (Liquid Crystal Windows, LCW) auf Kommission verkaufen und so die Vertriebskanäle der Technologie erweitern.

Bei den Flüssigkristall-Fenstern der Marke Eyerise regeln Flüssigkristalle die Lichtdurchlässigkeit. Die intelligente Verglasung dient entweder als Sonnen- oder als Sichtschutz (sogenannte Privacy-Anwendungen). Die kommerzielle Produktion der Module hat bereits 2018 am niederländischen Standort Veldhoven begonnen. Im laufenden Jahr hat Merck die Installation der Flüssigkristall-Fenster bei zwei architektonischen Projekten umgesetzt: beim Kranhersteller Kirow in Leipzig und bei der Karlsruher FC-Gruppe, die in den Bereichen Beratung, Steuerung und Planung tätig ist.

Die Flüssigkristall-Fenster werden am Standort Veldhoven produziert. (Bild: Merck)

Die Flüssigkristall-Fenster werden am Standort Veldhoven produziert. (Bild: Merck)

„Unser Ziel besteht nun darin, die Reichweite unserer Eyrise-Produkte zu erhöhen und auf neue Märkte und Regionen auszuweiten“, erklärt Michael Heckmeier, Leiter der Geschäftseinheit Display Solutions im Unternehmensbereich Performance Materials. Durch die strategische Partnerschaft mit Guardian Glass erhalten wir Zugang zum Know-how, dem Netzwerk in der Architekturbranche sowie den Vertriebsexperten unseres Partners und können so neue Marktsegmente erschließen“, glaubt er. (jg)

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