Gerät für gemischte Anwendungen

Mischer-Baureihe für Labor und Kleinproduktion

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06.03.2018 Jedem industriellen Fertigungsprozess gehen Entwicklungen im Labor voraus. Es gilt, die besten Zusammensetzungen und Bedingungen zu finden, mit denen dann die Produktion arbeiten kann. Für diese Forschung und Entwicklung mit ihrem geringem Materialbedarf, sind kleine Mischer nötig, sogenannte Labormischer.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Forschung und Entwicklung sowie die Produktion mit begrenzter Chargengröße erfordern Mischgeräte im Labormaßstab. Kleingeräte sind jedoch meist nur für wenige spezifische Anwendungen geeignet.
  • Die vorgestellte Mischerlösung verfügt über ein variabel einzustellendes Mischwerkzeug und kann damit sowohl trockene wie pastöse Materialien mischen bzw. kneten.
  • Des Weiteren sind Verfahrensschritte wie Coaten, Granulieren oder Dispergieren sowie Heizen und Kühlen möglich, was die Zahl der möglichen Anwendungen in vielen Branchen erhöht.

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Ein variabler Labormischer kann in Forschung und Entwicklung oder kleiner Chargenproduktion verschiedene Aufgaben übernehmen. Bild: Eirich

Außerdem gibt es die Kleinproduktion meist hochwertiger Produkte, wie Kosmetika oder Massen für Li-Ionen-Akkumulatoren, die nur in kleinen Chargen hergestellt werden. Für alle diese Anwendungen kommen kleine Aggregate zum Einsatz, die mischen, granulieren, kneten oder dispergieren können.

Die Standardvorgehensweise ist hierbei: Trockenmischungen macht man in einem Mischer, plastische Massen in einem Kneter, Suspensionen in einem Dispergiergerät. In der Regel sind es ganz unterschiedliche Maschinen, weil ein üblicher Mischer nicht kneten kann, und ein Kneter nicht mischen oder dispergieren kann.

Getrennter Transport und Mischvorgang

Anders ist es bei der überarbeiteten Labormischer-Baureihe von Eirich: Das Arbeitsprinzip dieses Gerätes ist gekennzeichnet durch einen drehenden Behälter zum Transport des Mischgutes sowie durch ein variabel – langsam bis schnell – laufendes Werkzeug. Weil Mischguttransport und Mischvorgang getrennt sind, kann dieses Mischwerkzeug bei Bedarf schnell laufen, mit Werkzeuggeschwindigkeiten über 30 m/s. Der Leistungseintrag in die Mischung ist mit Werten von 0 bis 5 kW/10 kg gezielt dem Mischgut anzupassen. Dies ist der Grund, weshalb dieser Mischer mischen, granulieren, coaten, kneten und dispergieren kann. Auch das Erwärmen, Kühlen oder Trocknen ist im Labormischer möglich. Die Prozesszeiten liegen in der Regel im Minutenbereich. Der Hersteller bietet Modelle mit unterschiedlicher Steuerungstechnik in Baugrößen von 1, 5 und 10 l an.

Die systembedingten Vorteile dieser Technik werden in vielen Branchen genutzt, diese multifunktionalen Mischer sind seit vielen Jahren erfolgreich in vielen Industrien im Einsatz; Aufbereitungsprozesse, für die früher mehrere Aggregate hintereinander notwendig waren, laufen nur in einem Single-Prozess ab. Dabei haben vergleichende Untersuchungen gezeigt, dass in der Regel Aufbereitungsgüten erreicht werden, die anderen Maschinensystemen nicht zugänglich sind. Zudem ist systembedingt das Upscaling vergleichsweise einfach; Maschinen in Baugrößen von 1 bis 3.000 l haben nur ein einziges bewegtes Werkzeug.

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Heftausgabe: März/2018

Über den Autor

Thomas Lansdorf, Vertrieb Region West, Eirich
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