650 Teilnehmer zur 81. Namur-Hauptsitzung

Namur definiert Rolle der Feldinstrumente in der digitalen Transformation

08.11.2018 Am Donnerstag, 08. November, ist in Bad Neuenahr die 81. Namur-Hauptsitzung gestartet. Der Verband von Anwendern von Prozessautomation beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung smarte Sensoren und neue Dienstleistungen in naher Zukunft haben werden.

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Auch die Namur-Hauptsitzung 2018 ist mit 650 Teilnehmern wieder komplett ausgebucht. Bild: Redaktion

Den Anwendern in der Chemie- und Pharmaindustrie geht es bei der Digitalisierung vor allem darum, ihre Stoffe und Produkte in immer kleineren und individuelleren Losgrösen zu produzieren – ein Paradigmenwechsel gegenüber der Herstellung von Bulk-Chemikalien in großen Konti-Anlagen. „Für uns steht die Frage im Vordergrund, wie es gelingen kann, das Potenzial der Digitalisierung über den gesamten Lebenszyklus von Anlagen auszuschöpfen“, erklärte Dr. Wilhelm Otten, der sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Namur in Bad Neuenahr an Dr. Felix Hanisch abgegeben hat.

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Dr. Felix Hanisch, Bayer, ist der neue Vorstandsvorsitzende der Namur. Bild: Redaktion

Vor allem für die reifen Prozessindustrien in Europa ist wichtig, dass Industrie 4.0 nicht nur in neuen Anlagen, sondern vor allem auch in Bestandsanlagen umgesetzt wird. Das erfordert eine durchgängige Automatisierung und Vernetzung der Produktionssysteme. Mit Initiativen wie der Namur Open Architecture, die auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Namur-Hauptsitzung diskutiert werden, entstehen derzeit die Voraussetzungen dafür.

Das Potenzial der Digitalisierung heben

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Matthias Altendorf, CEO von Endress+Hauser eröffnete den Sponsorenvortrag. Bild: Redaktion

Sitzungssponsor Endress+Hauser will dafür nicht nur neue Sensoren und Analysengeräte anbieten, sondern auch die Abläufe im Engineering der Messgeräte verbessern und für eine durchgängige Datenqualität sorgen. „Wir helfen unseren Kunden in der Prozessindustrie, produktiver zu arbeiten und das Potenzial der Digitalisierung zu heben“, sagt Matthias Altendorf, CEO der Endress+Hauser Gruppe. Und sein Kollege, Nikolaus Krüger ergänzt: „Im Engineering und in der Beschaffung der Feldgeräte gibt es noch viel Einsparpotenzial. Häufig diskutieren wir Rabatte im Promille-Bereich, vergeigen aber Millionen bei den Prozesskosten“, so Krügers Analyse der Prozesskosten.

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Nikolaus Krüger betonte die Bedeutung der Digitalisierung von Engineering- und Beschaffungsprozessen. Bild: Redaktion

Auch die Namur hat die Bedeutung bereits erkannt. „Es geht bei der digitalen Transformaton darum, die komplette Integration der  Geschäftsprozesse zu schaffen“, nennt Felix Hanisch das Ziel.

Veränderungen im Namur-Vorstand

Auf der Vorstandssitzung am Mittwoch wurde in Bad Neuenahr ein neuer Vorstand gewählt. Ausgeschieden sind die Vorstände Dr. Thomas Tauchnitz (ehemals Sanofi) und Herbert Maier (Clariant). An deren Stelle treten Michael Pelz (Clariant) und Dr. Thorsten Dreier (Covestro).

Die Namur-Hauptsitzung wird noch bis am Freitag, 9. November, dauern.

 

(as)

 

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