Erstmals in großtechnischer Produktion

Neste und Lyondellbasell bringen biobasierte Kunststoffe auf den Markt

26.06.2019 Der Kraftstoffhersteller Neste und der Chemiekonzern Lyondellbasell kooperieren bei der Herstellung von Kunststoffen aus erneuerbaren Rohstoffen. In einem Projekt in Deutschland ist nun die gleichzeitige Herstellung von mehreren Tausend Tonnen biobasiertem Polypropylen und Polyethylen mit einem Gehalt an erneuerbaren Komponenten von 30 % gelungen. 

Anzeige
In einem Projekt am Standort Wesseling haben Lyondellbasell und Neste biobasierte Kunststoffe hergestellt. (Bild: Lyondellbasell)

In einem Projekt am Standort Wesseling haben Lyondellbasell und Neste biobasierte Kunststoffe hergestellt. (Bild: Lyondellbasell)

Das gemeinsame Projekt nutzte die erneuerbaren Kohlenwasserstoffe, die Neste zum Beispiel Öl aus Abfällen und Reststoffen gewinnt. Diesen Rohstoff konnte Lyondellbasell in seinem Steamcracker am Standort Wesseling ohne Verdünnung einsetzen. In Polymeranlagen wurde das Monomer dann direkt in Polyethylen und Polypropylen umgewandelt. Tests mittels Carbon-Tracers ergaben einen Gehalt an erneuerbaren Komponenten von über 30 %.

Einsatz in Lebensmittelverpackungen und Haushaltsfolien

Die hergestellten Kunststoffe sind für Lebensmittelverpackungen zugelassen. Lyondellbasell will diese nun als neue Markenfamilie für Produkte der Kreislaufwirtschaft vertreiben. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Teile des während der Testreihe produzierten Materials bereits an unterschiedliche Kunden verkauft. Dazu gehöre mit Cofresco einer der größten europäischen Hersteller von Haushaltsfolien. Geplant sei auch, das Produkt zur Entwicklung nachhaltiger Lebensmittelverpackungen einzusetzen. (jg)

Loader-Icon