Markt

Neue Kooperation zwischen Brain und Henkel gestartet

02.03.2005

Anzeige

Henkel und das Biotechnologie-Unternehmen Brain geben den Start einer weiteren Kooperation auf dem Gebiet der Entwicklung von optimierten Enzymsystemen für Waschmittelanwendungen bekannt. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von neuartigen, im Tieftemperaturbereich aktiven Protein abbauenden Enzymen (Proteasen) aus nicht kultivierten Mikroorganismen. Die Kooperation wird seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Gunsten von Henkel finanziell unterstützt.


Anschmutzungen auf Textilien sind meist biologischen Ursprungs, weshalb hydrolytische Enzymsysteme ein wesentlicher Faktor bei der Differenzierung der Leistung von Waschmitteln sind. Die üblicherweise eingesetzten Proteasen entfalten ihre optimale Leistung allerdings im Bereich von 30°C bis 60°C und haben im tieferen Temperaturbereich nur begrenzte Wirksamkeit. Durch den Einsatz von Enzymen, die bei niedrigen Temperaturen waschaktiv sind, können die Waschtemperatur wesentlich abgesenkt, waschaktive Chemikalienzusätze deutlich vermindert und der Wasserverbrauch erheblich reduziert werden. Entsprechend ist mit der Entwicklung solcher Enzyme nicht nur eine große Umweltentlastung sondern auch eine hohe kommerzielle Bedeutung verbunden. Immerhin betrug der weltweite Markt für technische Enzyme in Waschmitteln 2002 rund 600 Mio. Dollar.


Mit einem Screening der umfangreichen Metagenomressourcen, also Genbibliotheken bislang nicht kultivierter Mikroorganismen breiter evolutionärer Herkunft, werden die Partner solche neuartigen Proteasen suchen und innerhalb der Kooperation bis zum Technikumsmaßstab weiterentwickeln.

Loader-Icon