Benjamin Müller

Volontär

Benjamin Müller mag Texte. Gesprochene und geschriebene, deutsche und fremdsprachliche, dialektische und dialektale. Pälzer halt. Sein Interesse für Lyrik und Prosa, Rhetorik und Semantik führten ihn an den Germersheimer FTSK. Dort (und an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau) lernte er u.a. das Simultan- und Konsekutivdolmetschen, dass Amerikanistik von Hollywood bis Hawthorne reicht, dass man mit Sprechakttheorien auch Kunden targetieren kann und dass es ohne Newton und Leibniz keine technischen Fachmagazine gäbe. Seit 2023 lebt er sein technisches Interesse nun bei Hüthig aus, wo er im Cluster Chemie-Kunststoff-Verpackung schreibt.

Benjamin Müller
07. Feb. 2024 | 09:45 Uhr
Ein am Rostocker Standort des Leibniz-Instituts für Katalyse (Likat) entwickelter Katalysator auf Mangan-Basis soll mittels erneuerbarer Energien Methanol produzieren. Neben Wind oder Sonne werden dafür Wasser und CO2 benötigt. Aus CO2 und Wasser entsteht im Reaktionsverbund ein Synthesegas, das mithilfe des Katalysators zu Methanol umgewandelt wird. „Das Metallatom bildet das katalytische Zentrum. Es wird von einer Art Gerüst fixiert und geschützt, dem sogenannten Liganden“, so Gordon Neitzel, am Likat in den Bereichen Angewandte Homogenkatalyse und Carbonylierungen tätig. Er hat den Katalysator entscheidend optimiert, indem er neue Strukturen für den Liganden entwickelte. So kann kein Kohlenmonoxid das Mangan-Atom im Zentrum des Katalysators angreifen und die Komplexverbindung zerstören. Die Arbeiten sind Teil des Forschungsverbunds E4MeWi. Die Abkürzung steht für „Energie-Effiziente Erneuerbare Energien basierte Methanol-Wirtschaft“. Das Verbundprojekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für drei Jahre mit 2 Mio. Euro gefördert. Projektpartner sind außerdem Creativequantum, Ineratec, die Ruhr-Universität Bochum und der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen. „Auch eine klimaneutrale Wirtschaft, wie sie die Bundesrepublik bis 2045 anstrebt, braucht Basischemikalien“, erläutert Neitzel. Für die Methanol-Produktion, derzeit weltweit 110 Mio. t jährlich, wird traditionell Erdgas verwendet – je nach Verfahren mit Drücken von 50 bis 100 bar und Temperaturen zwischen 200 und 300°C. Dies führt zu einem CO2-Ausstoß von 1,5 t für jede produzierte Tonne Methanol. Das Projekt zielt auf eine Alternative zum herkömmlichen Verfahren ab. Sein Kernstück ist der Katalysator, der H2 und CO in gelöstem Zustand so reagieren lässt, dass Methanol entsteht. Das Kohlenmonoxid wird zuvor aus CO2 gewonnen. Der dafür genutzte Mangan-Katalysator wurde ursprünglich am Likat in der Themengruppe von Dr. Kathrin Junge aus der Abteilung Nachhaltige Redoxreaktionen entwickelt. Er ermöglicht ein Vorgehen, das den Aufwand an Druck und Temperatur für die Methanolherstellung halbiert. Den Projektbeteiligten schwebt eine Anlage in Containergröße vor, die am Feldrand, auf Betriebs- oder Bauernhöfen lokale Ressourcen für eine nachhaltige Wertschöpfung nutzt: Wind- und Sonnenenergie, CO2-Emissionen aus Punktquellen und aus Biogas, Plastikmüll oder Holzabfällen.
Erneuerbare Energien aus lokalen Ressourcen

Katalysator für nachhaltige Methanol-Produktion am Likat entwickelt

Ein am Rostocker Standort des Leibniz-Instituts für Katalyse (Likat) entwickelter Katalysator auf Mangan-Basis soll mittels erneuerbarer Energien Methanol produzieren. Neben Wind oder Sonne werden dafür Wasser und CO2 benötigt.Weiterlesen...

21. Dez. 2023 | 11:00 Uhr
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 25.04.2024 wird Dr. Markus Kamieth Vorstandsvorsitzender der BASF. Dr. Katja Scharpwinkel und Anup Kothari werden Mitglieder des Vorstands, Dr. Melanie Maas-Brunner verlängert ihren Vertrag nicht über 2024 hinaus. Kamieth (53), seit 2017 Mitglied des Vorstands der BASF, folgt auf Dr. Martin Brudermüller (62), der das Unternehmen seit 2018 als Vorstandsvorsitzender führt und seit 2006 Mitglied des Vorstands ist. „Mit Markus Kamieth übernimmt ein überaus kompetenter und erfahrener Nachfolger, der während seiner vielfältigen beruflichen Stationen in Deutschland, den USA und Asien hervorragende Ergebnisse für die BASF erzielt hat“, so Dr. Kurt Bock, Aufsichtsratsvorsitzender der BASF. Der Aufsichtsrat hat Anup Kothari (55), derzeit Leiter des Unternehmensbereichs Nutrition & Health, zum 01.03. 2024 zum Mitglied des Vorstands berufen. Kothari begann seine Laufbahn bei der BASF in Nordamerika und hat verschiedene Stationen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen in den USA, Deutschland und China durchlaufen. Zudem hat der Aufsichtsrat Dr. Katja Scharpwinkel (54) zum 01.02.2024 als Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin berufen. Sie ist derzeit Leiterin der Region Europa, Naher Osten, Afrika. 2010 kam sie durch den Erwerb der damaligen Cognis zur BASF und hat seitdem verschiedene Geschäfte geführt. Scharpwinkel folgt auf Dr. Melanie Maas-Brunner (55), die ihren bis 31.12.2024 laufenden Vertrag nicht verlängern wird. „Der Aufsichtsrat bedauert den über einen längeren Zeitraum gereiften Wunsch von Melanie Maas-Brunner, sich neuen beruflichen Herausforderungen widmen zu wollen, und dankt ihr herzlich für ihre Verdienste“, so Bock. Der Aufsichtsrat hat den Vertrag von Michael Heinz (59), Mitglied des Vorstands der BASF, bis zur Hauptversammlung 2026 verlängert. Heinz ist seit 2011 Mitglied des Vorstands. Er ist zuständig für die Unternehmensbereiche Agricultural Solutions, Nutrition & Health und Care Chemicals sowie die Regionen Nordamerika und Südamerika.
Wechsel in der Geschäftsführung

Markus Kamieth wird 2024 Vorstandsvorsitzender der BASF

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 25.04.2024 wird Dr. Markus Kamieth Vorstandsvorsitzender der BASF. Dr. Katja Scharpwinkel und Anup Kothari werden Mitglieder des Vorstands, Dr. Melanie Maas-Brunner verlängert ihren Vertrag nicht über 2024 hinaus.Weiterlesen...

26. Mai. 2023 | 07:09 Uhr
Macbeth-Presse inmitten eines chemischen Werks.
Macbeth-Projekt nimmt Gestalt an

Evonik-Forschungsprojekt erhält positives Zwischenzeugnis der EU

Das Macbeth-Projekt hat von der EU-Kommission ein positives Zwischenzeugnis erhalten. In dem Forschungsvorhaben entwickelt Evonik Reaktoren, die großtechnische Reaktionen wie die Hydroformylierung energieeffizienter machen sollen.Weiterlesen...

17. Mär. 2023 | 07:01 Uhr
Lewis-Supersäure im Chemielabor
Entdeckung an der Uni Paderborn

Forscher stellen Lewis-Supersäuren an Uni her

Wissenschaftlern der Universität Paderborn ist es gelungen, sogenannte Lewis-Supersäuren herzustellen. Mit deren Hilfe lassen sich biologisch nicht-abbaubare fluorhaltige Kohlenwasserstoffe wieder in verwertbare Chemikalien umwandeln.Weiterlesen...

28. Feb. 2023 | 09:56 Uhr
Recycling-Werk von APK
Kunststoff-Kreislaufwirtschaft

Lego und Lyondellbasell investieren in Recycler APK

Der Chemiekonzern Lyondellbasell und der Lego-Eigner Kirkbi investieren mit weiteren Investoren rund 130 Mio. Euro in das deutsche Recycling-Unternehmen APK. Erklärtes Ziel ist es, gemeinsam die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben.Weiterlesen...