Einigung bei Treffen in Moskau

Ölpreis: Russland und Saudi Arabien wollen Förderkürzung verlängern

06.10.2017 Russland und Saudi Arabien sind sich offenbar einig, die im vergangenen Jahr beschlossenen Förderkürzungen für Rohöl bis weit in das kommende Jahr zu verlängern.

Die Maßnahme zielt darauf, den Ölpreis zu stabilisieren. Beide Länder fördern zusammen genommen etwa 20 Prozent der weltweiten Erdölmenge. Bislang galt das zwischen Opec und Russland vereinbarte Förderlimit bis März 2018. Medienberichten zufolge haben sich sowohl Saudi Arabien als auch Russland bei dem aktuellen Treffen der Staatschefs in Moskau auf eine Verlängerung bis Ende 2018 verständigt. Die Kürzungen hatten in diesem Jahr zur Folge, dass sich der Preis für Rohöl bei über 50 US-Dollar pro Fass stabilisieren konnte. In Folge der Verlautbarungen war der Preis für die Nordseesorte Brent gestern um 1,30 USD auf 57 USD/Barrel gestiegen. WTI verteuerte sich um rund einen Dollar auf 51 USD/Barrel.

Beide Staaten benötigen einen hohen Ölpreis, um ihren Staatshaushalt finanzieren zu können. Saudi Arabien plant außerdem in 2018 den Börsengang seines Ölproduzenten Saudi Aramco – wie hoch die Erlöse daraus sein werden, hängt ebenfalls vom Ölpreis ab.

(as)

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