Gelockerte Förderbremse

Opec beschließt gesteigerte Ölförderung

25.06.2018 Die Opec-Staaten haben sich bei ihrem Treffen am 22. Juni darauf verständigt, die seit Anfang 2017 gedrosselte Ölförderung wieder auszuweiten. Dieser Schritt soll unter anderem die verfehlten Förderquoten aus dem Krisenstaat Venezuela ausgleichen.

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Unter deutschen Kreditinstituten machen unter anderem die Allianz und die LBBW das höchste Gebot: Um 55 US-Dollar soll ein Fass Brent im ersten Quartal 2017 kosten. Dies liegt dem aktuellen Preis (Mitte Januar: um 55,5 US-Dollar pro Barrel Brent) bislang am nächsten. (Bild: Fotolia – Berthold Werkmann)

Die Opec dreht den Hahn wieder auf – zumindest ein bisschen. (Bild: Fotolia – Berthold Werkmann)

Dem Beschluss zufolge soll die Fördermenge um rund 600.000 Barrel/d steigen, berichtet die Tagesschau online. Das Anfang 2017 festgesetzte Förderlimit liegt bei 32,5 Mio. Barrel/d. Allerdings lag die tatsächlich geförderte Menge in den vergangenen Monaten deutlich darunter, da Venezuela seine geplanten Quoten nicht erfüllte. Welche Staaten dies mit zusätzlicher Förderung ausgleichen sollen, ist jedoch noch unklar. Vor allem Saudi-Arabien ist an steigenden Fördermengen interessiert. Der Rivale Iran dagegen unter anderem aufgrund der US-Wirtschaftsanktionen nicht in der Lage, seine Fördermenge aufzustocken und bevorzugt darum begrenzte Förderung und einen hohen Ölpreis. Saudi-Arabien setzte sich in den Verhandlungen jedoch durch.

Ölpreis-Konsequenzen nicht absehbar

In den kommenden Tagen wollen die Opec-Staaten außerdem mit zehn weiteren Nicht-Opec-Staaten ein gemeinsames Vorgehen aushandeln. Voraussichtlich werden diese 24 Staaten gemeinsam rund 900.000 Barrel/d fördern. Experten zufolge lassen sich die Auswirkungen auf den Ölpreis jedoch noch nicht abschätzen. Dieser sei nicht nur von der Fördermenge abhängig, sondern auch von politischen Umständen, besonders in Staaten wie Venezuela und Iran. (ak)

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