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Outotec-EMEA-Chef Weber: „Deutsche Anlagenbauer haben den EPC-Trend verpasst“

29.04.2014 Der Trend zu immer größeren Anlagenprojekten macht deutschen Anlagenbau-Unternehmen zu schaffen. „Für deutsche Großanlagenbauer ist der Zug abgefahren“, meint Dr. Peter Weber, EMEA-Chef des Metallurgie-Anlagenbauers Outotec. Dagegen gewinnen Service und lokales Engineering an Bedeutung.

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Outotec-EMEA-Chef Weber:

Dr. Peter Weber ist Executive Vice President and President EMEA beim Metallurgie-Anlagenbauer Outotec (Bild: Redaktion)

„Wir deutschen Anlagenbauer haben in der Vergangenheit den EPC-Trend verpasst“, erklärt Weber im Gespräch mit der CT-Redaktion. Doch auch für Wettbewerber, beispielsweise EPC-Anbieter aus Korea, sind die Projektrisiken von Megaanlagen kaum noch tragbar. Deshalb werden solche Vorhaben heute immer öfter in mehrere EPC-Pakete aufgebrochen. „Die Teilpakete sind von der Kosten her so transparent, dass der Wettbewerb darum extrem hart ist“, erklärt Weber. 

Der Metallurgie-Anlagenbauer Outotec hat sich auch deshalb im vergangenen Jahr neu aufgestellt. Künftig will das Engineering-Unternehmen seinen lokalen Footprint in den Kundenregionen stärken und mehr Service-Geschäft aufbauen. „Service und lokales Engineering sind heute die Eintrittskarten, um in zukünftigen Projekten punkten zu können.“ Das vollständige CT-Interview mit Dr. Peter Weber finden Sie hier

Dr. Peter Weber wird im Rahmen des 3. Engineering Summit einen Vortrag zum Thema Anlagenbau 2020: Wettbewerbsumfeld und Markttreiber“ halten. Die im Interview beschriebenen Trends werden in Mannheim diskutiert werden. Das Programm des 3. Engineering Summit finden Sie hier.

(as)

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