Kein einfacher Stand

PAT in der Industrie

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13.02.2015 Mal wieder Prozessanalysentechnik. Nicht nur die hervorgestellte Bedeutung bei der Achema 2015 unterstreicht den besonderen Fokus, dem dieses Thema zukommt. Es hat auch ganz praktische Auswirkungen innerhalb der chemischen und petrochemischen Industrie. Jüngst ließ ein führender Chemiekonzern mit einer besonderen Initiative aufhorchen.

Entscheider-Facts Für Betreiber


  • PAT gewinnt mehr und mehr an Bedeutung um nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erreichen. Gleichzeitig gibt es bis heute noch keine einheitliche Definition dafür, was PAT eigentlich ist.
  • Analysentechnik in Prozesse der chemischen Industrie zu integrieren, ist nicht selten eine Herausforderung und die Auswahl des verwendeten Werkstoffs entscheidend für die Anlagensicherheit.

Nach einer umfassenden Analyse konnte er ein signifikantes Potenzial zur Verbesserung des Anlagenbetriebes identifizieren, das nun eine Task Force konsequent ausschöpfen soll – somit soll Prozessanalysentechnik (PAT) zur Gewinnung von nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen beisteuern.

Eine einfache Definition? Fast nicht möglich
Unter dem Titel „Prozessanalytik – Werkzeug oder Zukunftstechnologie?“ organisierte der Arbeitskreis PAT der GDCh und Dechema ein hochkarätig besetztes Symposium und siehe da: Auch die Experten sind sich nicht gänzlich einig: „Eine exakte Definition und Abgrenzung des Begriffs ‚Prozessanalytik‘ ist wegen der ungeheuren Breite und Vielfalt nicht ohne Weiteres möglich. Für viele ist Prozessanalytik zunächst ein Werkzeug für klar definierte Messaufgaben, wobei sie oft gar nicht direkt in Erscheinung tritt – wie ein Mikroprozessor im Computer. Für andere ist Prozessanalytik eine Branche, vielleicht sogar eine Kultur, wobei sie dann weit über die konkrete Applikation hinaus eine unverzichtbare Zukunftstechnologie für den Standort Deutschland und Europa bildet. Beide Sichtweisen sind erlaubt, die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo dazwischen und hier vielleicht sogar darüber.“ Ein wesentlicher Tenor aus vielen Diskussionen ist mit dem Ansatz zu umschreiben, PAT konkreter in greifbare Komponenten zu zerlegen um die zentrale Frage zu beantworten: Wie kann ich mit Hilfe analytischer Daten operative Prozesse verbessern? Der Anlagenfahrer muss einen deutlichen Mehrwert und Nutzen daraus ziehen. Neben besonderen Anforderungen an die Verlässlichkeit und Verfügbarkeit der Systeme sind Investitions- und Betriebskosten zu berücksichtigen, zudem stellt die einfache Integration, Aufbereitung und Präsentation der gewonnen Daten eine besondere Herausforderung dar.

Vorgehensweise bei PAT-Projekten
Die beschriebenen Anforderungen stellen besondere Herausforderungen für den Gesamtprojektablauf eines PAT-Projektes dar und erfordern einen gesamtheitlichen Beratungsansatz – hier bietet die Firma PSG ihren Kunden seit nunmehr 40 Jahren die Möglichkeit, von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme und Wartung sämtliche Leistungen aus einer Hand zu beziehen. Die Besonderheit liegt hierbei in der Hersteller­unabhängigkeit: In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden identifizieren Mitarbeiter die besten Messkomponenten und integrieren diese nach dem Best-of-breed-Ansatz. Besonderes Augenmerk liegt dabei stets auf dem Thema Probenaufbereitung. Denn nur wenn eine Probe für die Analyse ideal konditioniert ist, ist es möglich sowohl die Anforderungen an die Zuverlässigkeit als auch geringe Betriebskosten zu berücksichtigen.

Heftausgabe: Januar/Februar 2015 2015
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Über den Autor

Gerhard Hefter, Prokurist und Leiter Analysentechnik, PSG Petro Service, Alfons Steil, Leiter Analysentechnik PSG Fertigung und Prozessautomation
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