Vakuum stark im Aufwind

Preisentwicklung für Pumpen und Verdichter

01.10.2018 Die Nachfrageflaute im Kraftwerksmarkt hat bei den deutschen Pumpenherstellern in den vergangenen Jahren Spuren hinterlassen. Doch inzwischen zieht die Nachfrage wieder an – und damit auch die Preise.

Anzeige
Deckel erreicht

Die Preise für Flüssigkeitspumpen sind zuletzt stetig gestiegen. Eine besondere Dynamik ist allerdings bei Vakuumpumpen zu verzeichnen. Grafiken: Redaktion

Vakuumpumpen gefragt

Die Preise für Verdichter stagnieren. Eine leichte Dynamik ist bei rotierenden Verdrängerkompressoren zu sehen.

Bereits 2017 war eine deutliche Belebung des Geschäfts zu verzeichnen. Im Frühjahr meldete der Branchenverband VDMA für 2017 ein Export-Plus bei Flüssigkeitspumpen von 7 % (5,4 Mrd. Euro). Europa ist hier mit einem Anteil von 60 % nach wie vor der wichtigste Absatzmarkt. Für 2018, so die Prognosen des VDMA Fachverbands Pumpen+Systeme, stehen die Chancen nicht schlecht, noch einmal eine Schippe drauf zu legen. Auch die Achema – so die Erwartungen im Frühjahr – könnte als weltgrößte Pumpenmesse zu einer weiteren Belebung beitragen.

Die aktuellen Zahlen, die wir im Rahmen des Baupreisindex für Chemieanlagen (PCD) verfolgen, stützen diese Erwartung: Demnach legten die Preise für Flüssigkeitspumpen seit Anfang des Jahres um 0,4 Indexpunkte zu. Noch deutlich dynamischer ist allerdings die Preisentwicklung bei Vakuumpumpen: Hier ist im Zeitraum von Januar bis Juli 2018 ein Plus von 2,1 Indexpunkten zu verzeichnen – seit 2010 die bislang größte Steigerung.

Verdichter haben sich dagegen kaum verteuert: Lediglich 0,2 Indexpunkte legte der Zähler seit Jahresanfang zu. Die größte Dynamik ist hier bei rotierenden Verdrängerkompressoren zu verzeichnen.

Heftausgabe: Oktober/2018
Armin Scheuermann ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK

Über den Autor

Armin Scheuermann ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK
Loader-Icon