Wichtiger Schritt für Projekt in Brunsbüttel

RWE sichert sich LNG aus erstem deutschen Terminal

07.09.2018 Der Standort Brunsbüttel gehört zu den Kandidaten für das erste deutsche Flüssiggas-Terminal. Mit der dortigen Projektgesellschaft hat der Energiekonzern RWE nun einen Kapazitätsvertrag geschlossen, der dem Unternehmen Zugang zu einem „erheblichen Anteil“ der geplanten Kapazität von 5 Mrd. m³/a LNG sichert.

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Wenn das Projekt in Brunsbüttel gelingt, könnten ab 2022 Tanker ihr Flüssiggas erstmals an ein deutsches Terminal liefern. (Bild: Carabay – Fotolia)

RWE ist davon überzeugt, dass Flüssiggas zukünftig eine wichtige Rolle im Gasmarkt Nord- und Westeuropas spielen wird. Das Projekt in Brunsbüttel wird vom Unternehmen German LNG Terminal vorangetrieben, einem Joint-Venture des Hamburger Tanklagerunternehmens Oiltanking sowie der beiden niederländischen Unternehmen Gasunie und Vopak, die bereits in Rotterdam ein LNG-Terminal errichtet haben.

Wichtiger Schritt im Projekte-Wettlauf

Die Einigung mit RWE ist ein wichtiger Schritt für das Projekt, da sie zeigt, dass auf dem Markt Interesse vorhanden ist. German LNG Terminal verhandelt derzeit auch noch mit weiteren Unternehmen. Die endgültige Investitionsentscheidung ist für 2019 vorgesehen. Der Bau könnte dann 2020 beginnen und das Terminal 2022 in Betrieb gehen. Neben Brunsbüttel und Wilhelmshaven ist in den Wettlauf um den ersten deutschen LNG-Standort zuletzt auch Stade eingestiegen, wo der Chemiekonzern Dow Pläne für den Bau eines Importterminals ankündigte.

(jg)

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