Ölkonzern wird Aktiengesellschaft

Saudi Aramco treibt Börsengang voran

05.01.2018 Der saudische Staat hat seinen Ölkonzern Saudi Aramco in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Regierung treibt damit den Mega-Börsengang des Unternehmens voran.

Anzeige
Saudi Aramco plant Milliarden-Investitionen

Saudi-Arabien bereitet sich mit dem Börsengang von Saudi Aramco auf die Nach-Öl-Ära vor. (Bild: vladislav susoy – Fotolia)

Ein entsprechender Kabinettsbeschluss wurde am 5. Januar 2018 veröffentlicht, berichtet Reuters. Demnach erfolgte die Umfirmierung bereits zum 1. Januar. Im April 2016 hatte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman angekündigt, Saudi Aramco bis Ende 2018 an die Börse bringen und zunächst 5 % der Anteile verkaufen zu wollen. Die saudische Regierung schätzt den Wert des staatlichen Ölkonzerns auf 2 Billionen US-Dollar. Zuletzt hatte es jedoch Spekulationen über eine Verschiebung oder Absage des Börsenganges gegeben.

Staatlicher Investitionsfonds mit 3 Billionen Dollar geplant

Die Details des Börsengangs sind noch nicht bekannt. Bereits vor anderthalb Jahren war berichtet worden, dass der Ölkonzern in eine Holding überführt werden soll, die von einem gewählten Management gesteuert wird und die ihre Finanzen offen legen soll. Das Eigentum an dem Konzern soll an den Investment-Fonds des Staates übergehen, der künftig ein Volumen von rund 3 Billionen USD erreichen könnte. Dieser soll seine Gelder vor allem in Geschäft außerhalb der Öl- und Gasindustrie investieren.

Die geplante Teilprivatisierung ist ein Bestandteil des Programms „Vision 2030“, das die Abhängigkeit Saudi-Arabiens von Öl und Gas verringern soll. Dieses sieht unter anderm vor, dass der Anteil der Privatwirtschaft am saudischen Wirtschaftsleben von 40 % auf 65 % des Bruttoinlandsprodukts wachsen soll.

(jg)

Loader-Icon