März 2015
| von Armin Scheuermann, Redaktion

  • Im Industriepark Höchst wurden 2014 rund 370 Mio. Euro investiert.
  • Die Gesamtsumme der seit dem Jahr 2000 am Standort Höchst getätigten Investitionen beläuft sich nunmehr auf rund 6,3 Mrd. Euro.
  • Der Standortbetreiber, die Infraserv Höchst-Gruppe, hat im vergangenen Jahr den Umsatz um rund 10 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro gesteigert.
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„Durch die erheblichen Investitionen der Standortgesellschaften, die mit den fortlaufenden Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit der Standortinfrastruktur einhergehen, hat sich der Industriepark Höchst wie kein anderer Chemie- und Pharmastandort in Deutschland auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehr erfolgreich weiterentwickelt“, sagt Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst.

1,1 Mrd. Euro Umsatz in 2014
Bei der Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst entwickelten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr positiv. 924 Mio. Euro bei der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beziehungsweise 1,1 Mrd. Euro bei der Infraserv-Höchst-Gruppe entsprechen einer Steigerung um rund zehn Prozent. „Im Kerngeschäft am Standort Höchst konnten wir ein im Vergleich zum Markt deutlich stärkeres Wachstum erzielen, so dass wir insgesamt trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung zu verzeichnen haben“, kommentierte Jürgen Vormann die Zahlen. In den Zahlen haben Umsätze durch die Versorgung der Produzenten am Standort mit Energie einen wichtigen Anteil – dabei nutzt der Versorger die mit der Energiewende verbundenen Möglichkeiten, beispielsweise indem Dampf zu sonnen- und windreichen Zeiten aus günstigem Strom produziert wird.

Die Geschäftsentwicklung sieht der Standortbetreiber auch als Beleg dafür, dass mit Effizienzsteigerungsmaßnahmen rechtzeitig auf den Wettbewerbsdruck reagiert wurde. Seit zwei Jahren läuft das Projekt „Perspektive 2015+“ – ein Programm, mit dem die Effizienz und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig gesteigert werden soll. Dieses sieht Einsparungen von 75 Mio. Euro innerhalb von drei Jahren vor. Personalmaßnahmen werden dabei durch Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen, freiwillige Abgänge und die natürliche Fluktuation realisiert.

Zunehmend kritisch sieht der Standortbetreiber die Rahmenbedingungen für die Industrie in Deutschland: Energieintensiven Branchen fehlt die Planungssicherheit für Investitionen in die Energieerzeugung, hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen können aufgrund der einseitigen Förderung erneuerbarer Energien nicht wirtschaftlich betrieben werden. Auch der Sanierungsstau bei Fernstraßen und Autobahnbrücken erschwere der Industrie mehr und mehr den Transport ihrer Rohstoffe und Produkte.

Kreysing wird Nachfolger von Mohr
Zum Jahreswechsel wurde in der Geschäftsführung des Standortbetreibers ein Wechsel vollzogen: Für den scheidenden Dr. Roland Mohr kam Dr. Joachim Kreysing, der nun gemeinsam mit Jürgen Vormann, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung,  die Geschicke bei der Standortbetreibergesellschaft des Industrieparks lenkt. Der Chemiker Kreysing war bereits von 2003 bis 2008 Geschäftsführer der ausgegründeten Infraserv Höchst Technik GmbH, die 2005 Teil des Bilfinger-Konzerns wurde.[as]

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