Das Recyclingunternehmen Agilyx  hat in 16.000 Betriebsstunden 4.400 Tonnen Kunststoffabfall chemisch verwertet. (Bild: Agilyx)

Das Recyclingunternehmen Agilyx hat in 16.000 Betriebsstunden 4.400 Tonnen Kunststoffabfall chemisch verwertet. (Bild: Agilyx)

Agilyx sieht sich selbst als Pionier im chemischen Recycling von Kunststoffen. Das US-Unternehmen hat diesen Meilenstein mit gemischtem Kunststoffabfall und mit Polystyrol erreicht. Sowohl die gemischten Kunststoffabfälle als auch die Polystyrol-Abfälle wurden direkt von Agilyx über das eigene Rohstoffmanagement-System bezogen, welches im Cyclyx Joint Venture von Agilyx integriert ist. „Wir sind sehr stolz auf unser Team und unser Unternehmen, dass wir diesen Meilenstein erreicht haben“, sagt Tim Stedman, Chief Executive Officer von Agilyx. „Dies ist ein Beweis dafür, dass das Modell der vollständigen Zirkularität von Kunststoff nicht nur erstrebenswert, sondern auch erreichbar ist. Laufende Projekte mit unseren verschiedenen Partnerunternehmen werden bald zeigen, dass es zudem auch hoch-skalierbar ist, was uns bei unserem Engagement zur Lösung des Problems des Plastikmülls helfen wird.“

Chemisches Kunststoff-Recycling

Unlängst hatte Agilyx eine Kooperation mit Technip Energies bekannt gegeben, bei der es darum geht, eine Pyrolyse-Technologie für Polystyrol voranzutreiben. Über die Kooperation hatten unsere Kollegen beim Fachmagazin Plastverarbeiter berichtet. Die beiden Partner wollen dazu eine Technologie für chemisches Recycling von Agilyx mit der Reinigungstechnologie von Technip Energies kombinieren und dann lizenzieren. Während mechanisches Recycling von Kunststoffabfällen in der Regel die erste Wahl ist, stößt das Verfahren bei verunreinigtem oder nicht sortenreinem Ausgangsmaterial an Grenzen - dann kommen verschiedene Alternativen zum chemischen Recycling von Kunststoffen ins Spiel.

Zahlreiche Unternehmen der chemischen Industrie bzw. Hersteller von Primärkunststoffen haben aktuell Projekte zum chemischen Recycling von Kunststoffen geplant. So berichteten wir beispielsweise im April über ein Projekt, bei dem Ineos Styrolution, Recycling Techonologies und Trinseo eine komerzielle Recycling-Anlage für Polystyrol bauen wollen. Zunächst soll dafür in Großbritannien eine Pilotanlage errichtet werden. Im März hatte der Chemiekonzern BASF angekündigt, Styrol aus erneuerbaren oder rezyklierten Rohstoffen an Trinseo liefern zu wollen. Auch im Fachmagazin Plastverarbeiter berichten wir regelmäßig über Projekte und Aktivitäten zum Kunststoff-Recycling.

 

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