| von Fabian Liebl

Kernstück des Crysumat-K-Verfahrens zur Lösemittelrückgewinnung ist eine Kolonne, in der Edelstahlkugeln langsam nach unten wandern. Die Kugeln werden im mittleren Teil der Kolonne indirekt mit flüssigem Stickstoff abgekühlt und durchlaufen anschließend den Reinigungsteil der Anlage. Hier kondensieren Lösemitteldämpfe an der Kugeloberfläche bzw. frieren aus. Weiter unten im warmen Teil tropft das an den Kugeln anhaftende Lösemittel über einen Siebboden ab. Ein Becherwerk transportiert die gereinigten Kugeln wieder zum Kopf der Anlage. Das nach oben strömende gereinigte, kalte Abgas kühlt, bevor es die Kolonne verläßt, die oben eingefüllten Edelstahlkugeln vor; auf diese Weise wird die zum Kühlen erforderliche Energie wirtschaftlich genutzt. Flüssiger Stickstoff als Kälteträger ermöglicht Verfahrenstemperaturen von etwa -150°C. Damit können für nahezu alle organischen Lösemittel die von der TA-Luft vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden. Der im Apparat verdampfte Stickstoff kommt nicht mit dem Abgas in Berührung und kann als Inertgas einer weiteren Verwendung zugeführt werden.

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