Ego ist Geschäftsführer Frank Blase mit Vertretern von Unternehmen Mura in einer Produktionshalle

Igus-Geschäftsführer Frank Blase freut sich mit den Vertretern von Mura. (Bild: Igus)

| von goebelbecker

Dabei handelt es sich um die sogenannte „Catalytic Hydrothermal Reactor“-Technologie (kurz: Cat-HTR). Diese wurde 2007 von dem deutschen Professor Thomas Maschmeyer entwickelt und über zehn Jahre in einer Pilotanlage in Australien getestet. Das chemische Recycling mittels Cat-HTR funktioniert nach Angaben des Unternehmens dabei mit klassischerweise nicht-recycelbare Kunststoffabfälle und sei ressourcenschonender im Vergleich zur Gewinnung fossiler Erdöle. Lediglich Wasser, hohe Temperaturen und Druck werde für das Trennen und Neuverbinden der Zellen eingesetzt. Eine Anlage allein könne so in einem Jahr 20.000 t Plastik verarbeiten und damit 28.180 t CO2 reduzieren.

Daten & Fakten zur Kunststoffproduktion und zu Plastikmüll:

Vier Recycling-Anlagen in Planung

Vier solcher Anlagen plant Mura derzeit in Wilton, Großbritannien. Der Bau soll in diesem Jahr starten, es wären die ersten kommerziellen Cat-HTR-Anlagen. Abfallunternehmen sollen nach Fertigstellung den Müll liefern, um ihre Recyclingziele zu erreichen. Anschließend wird Erdöl wiedergewonnen, welches der Abnehmer zu einem ähnlichen Preis wie fossiles Erdöl beziehen kann. Im einem nächsten Schritt plant Mura weltweit Lizenzen zu vergeben und Anlagen zu bauen.

Investition in Kreislaufwirtschaft

Mit dem Investment will Igus, ein Unternehmen das Gleitlager und Energieketten aus Kunststoff herstellt, die Kreislaufwirtschaft unterstützen. So gerieten jedes Jahr 8 Mio. t Plastik in die Weltmeere, wodurch neben der Umweltverschmutzung auch Ressourcen im Wert von 80 Mrd. US-Dollar verloren gingen. Das Thema klassisches Recycling – dem Schreddern und Wiederverwenden von Kunststoffen – verfolgt das Unternehmen mit seinem Chainge-Programm, das die herstellerunabhängige Rücknahme und das Recycling von Energieketten vorsieht, bereits seit Oktober 2019. Das sei bei Hochleistungs-Kunsstoffen „der beste Weg“. Das chemische Recycling dagegen biete neue Möglichkeiten für nicht-technische Kunststoffe. (jg)

Deutscher Zukunftspreis – Verfahren für Kunststoffe aus Kohlendioxid:

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