Energieversorgungs-Projekt

Siemens und GE buhlen um Mega-Auftrag aus dem Irak

25.09.2018 Es könnte der Kraftwerks-Deal des Jahrzehnts werden: Die Irakische Regierung sucht nach einem Generalunternehmer für die Modernisierung und Elektrifizierung des gebeutelten Landes. Hoffnungen auf den Multimilliarden-Deal macht sich Siemens - aber auch dessen US-Rivale GE.

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Siemens liefert Kraftwerksblock nach Hongkong

Siemens will im Irak mit energieeffizienten Gasturbinen punkten. (Bild: Siemens)

Es geht um einen hohen, einstelligen Milliardenbetrag – Medienberichten zufolge könnte es aber auch deutlich mehr sein: Am Sonntag hatte Siemens-Chef Joe Kaeser den irakischen Ministerpräsidenten bearbeitet, damit Siemens den Zuschlag für die flächendeckende Elektrifizierung des 23-Mio.-Einwohner-Staates erhält. Nach dem 8-Mrd.-Euro-Deal mit Ägypten (Gas- und Windkraftwerke) rechnet sich der Münchner Elektrokonzern damit einen weiteren Megaauftrag aus – die Stromerzeugungskapazität soll um 11 GW gesteigert werden.

Doch auch der US-Rivale General Electric kämpft um den Deal und verweist darauf, dass 60 % der im Irak installierten Kraftwerksbasis auf GE-Technik basiert. Offenbar geht das GE-Angebot, das der US-Konzern in den kommenden Tagen abgeben will, im Leistungsumfang über den Siemens-Vorschlag hinaus. Joe Kaeser sieht dennoch gute Chancen – auch im Ägypten-Projekt hatte das Münchner Unternehmen die US-Konkurrenz ausgestochen.

(as)

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