Chinesischer Energiemarkt

Siemens und SPIC beschließen strategische Partnerschaft

27.03.2019 Siemens und die chinesische State Power Investment Corporation (SPIC) haben ein umfassendes Strategisches Partnerschaftsabkommen abgeschlossen.  bei Demonstrationsprojekten im High-Tech-Bereich zusammenarbeiten, beispielsweise bei der Digitalisierung von Kraftwerken, bei Wasserstoffprojekten und dem Smart Energy Management für ein dezentrales Energiesystem.

Unterzeichnung des strategischen Partnerschaftsabkommens durch Qian Zhimin, Chairman der SPIC, und Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens, am 26. März 2019 in Peking. (Bild: Siemens)

Unterzeichnung des strategischen Partnerschaftsabkommens durch Qian Zhimin, Chairman der SPIC, und Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens, am 26. März 2019 in Peking. (Bild: Siemens)

Darüber hinaus sind beide Parteien übereingekommen, nicht nur im Bereich der Projektabwicklung zu kooperieren, sondern auch bei der Entwicklung von geeigneten Gas-to-Power-Projekten weltweit. Zudem soll ein Lieferantennetzwerk in China entstehen. Das Abkommen erweitert die Zusammenarbeit im Bereich der Kraftwerkstechnik über die erst in der vergangenen Woche mit der China United Heavy-Duty Gas Turbine Company (UGTC) unterzeichnete Technologiekooperation bei großen Gasturbinen hinaus.

„Meilenstein der Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen“

Die Vereinbarung unterzeichneten Qian Zhimin, Chairman der SPIC, und Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands von Siemens, am Dienstag, 26.03.2019 in Peking. „Mit dieser Vereinbarung werden beide Parteien von dem zu erwartenden strukturellen Wachstum im chinesischen Stromerzeugungsmarkt profitieren,“ sagte Kaeser. „Das Abkommen ist ein weiterer wichtiger Meilenstein unserer erfolgreichen technologischen Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten. Das Ziel beider Parteien ist eine langfristige Partnerschaft über den Rahmen der heute angekündigten Vereinbarungen hinaus.“

Siemens und die UGTC hatten bereits in der vergangenen Woche eine Vereinbarung über eine technologische Zusammenarbeit im Bereich der großen Gasturbinen unterzeichnet. Diese Übereinkunft folgt auf eine Absichtserklärung, die im Juli 2018 von Siemens mit der SPIC, dem Mehrheitseigentümer von UGTC, angekündigt wurde. Die UGTC zielt darauf ab, selbständig eine eigene chinesische große Gasturbine zu entwickeln. Im Rahmen der Vereinbarung wird Siemens das Gasturbinen-Programm von UGTC mit seiner technischen Erfahrung beim Design, Engineering und Test unterstützen. Ziel ist es, eine langjährige Partnerschaft zu etablieren, von der beide Seiten profitieren.

Der Bedarf an elektrischer Energie in China wächst weiter. Gleichzeitig ist die Regierung entschlossen, die Luftqualität durch einen Wechsel im Energiemix von Kohle auf Erdgas zu verbessern. Vor diesem Hintergrund ist China bereits heute einer der weltweit wichtigsten Märkte für Gasturbinen und wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. (ak)

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