Filtereffizienz digital optimiert

Software für die Auslegung von Luftfiltern

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02.05.2018 Die Feinstaubbelastung in der Umgebungsluft ist so unterschiedlich wie die Standorte, an denen Produktionsanlagen angesiedelt sind. Entsprechend differenziert sind die Anforderungen an Zuluft-Filtersysteme. Mit einer Software, die mehrstufige Filtersysteme auswertet und miteinander vergleicht, lassen sich passgenaue Filterkombinationen finden.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Unterschiedliche Umgebungsbedingungen, Prozess- und Anlagenanforderungen bedingen passgenaue Lösungen für Filtrationssysteme.
  • Je spezifischer Filterlösungen an Anlagenspezifika wie Betriebszeiten und Volumenströme angepasst sind, desto sicherer und leistungsfähiger arbeiten sie und umso wirtschaftlicher und effizienter lassen sie sich betreiben.
  • Eine Kalkulations-Software, die Messdaten unterschiedlicher Filtertypen in mehrstufigen Filtersystemen miteinander vergleicht, hilft bei der Auswahl und Kombination passend aufeinander abgestimmter Filterlösungen.

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Die Messwerte hintereinander geschalteter Filter lassen sich mithilfe einer Kalkulations-Software fundiert miteinander vergleichen. Sie sind Basis für eine passgenaue Filterlösung. Bild: Freudenberg

Je spezifischer ein Filtersystem auf die Anlagenanforderungen und Umgebungsbedingungen abgestimmt ist, desto leistungsfähiger und sicherer arbeitet es und umso effizienter und wirtschaftlicher lässt es sich betreiben. Prozessanforderungen und Anlagenspezifika wie Betriebszeiten und Volumenströme bestimmen zusätzlich das Anforderungsprofil an die Filtration.

Softwarebasierte, individuelle Filtrationslösungen

Die Kalkulations-Software e.FFECT (Electronic Freudenberg Filter Efficiency Calculation Tool) vom Filtrations-Spezialisten Freudenberg berücksichtigt alle wesentlichen Umwelt- und Anlagenvorgaben und kalkuliert auf dieser Basis Filterlösungen für den Einzelfall. Die Berechnungen legen den aktuellen Stand der Technik zugrunde und erfüllen die Vorgaben der seit Januar 2017 gültigen Filterprüfnorm ISO 16890.

Im Kundengespräch ermitteln Berater die jeweiligen Prozessanforderungen. Die Daten der örtlichen Feinstaubkonzentration in der Umgebungsluft stammen aus den laufenden Messungen nationaler Umweltbehörden – also von offizieller Stelle. Dabei handelt es sich um die jährliche Durchschnittsbelastung von PM2,5- und PM10-Staubkonzentrationen, die eine Vielzahl von Prozessen kritisch beeinflussen können. Bei Bedarf kann der Filterhersteller die Partikelkonzentration in der unmittelbaren Umgebung des Standorts mittels Langzeitmessung auch selbst bestimmen.

Für eine effektive Filtration werden in den meisten Fällen mehrstufige Filtersysteme eingesetzt. Diese bestehen aus aufeinander abgestimmten, hintereinander geschalteten Kombinationen aus Taschen- und Kassettenfiltern beziehungsweise Filterpatronen. Die Kalkulations-Software berechnet die jeweiligen Abscheidegrade jeder Filterstufe und deren eingelagerte Staubmengen. Unterschiedliche Filtersysteme lassen sich dadurch fundiert miteinander vergleichen. Auf dieser Basis können Anlagenbetreiber die für sie passende Filterauswahl und -kombination treffen.

 

Heftausgabe: Mai/2018

Über den Autor

Jutta Becker, Marketing und Kommunikation bei Freudenberg Filtration Technologies
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