Bis zu zwölf poröse Materialien

Sorptionsmessgerät Infrasorb

22.10.2010 Poröse Materialien werden für verschiedenste Anwendungen in der chemischen Industrie sowie in Produkten des alltäglichen Lebens eingesetzt. Die Qualität der Materialien wird durch sogenannte Sorptionsmessgeräte geprüft. Kern dieser Messungen ist die Aufnahme einer Adsorptionsisotherme bei der die Probe bis zur Sättigung mit Gas oder Dampf beaufschlagt wird. Im Wesentlichen werden hierdurch die Aufnahmekapaziät, Oberfläche und Porosität des Materials bestimmt. Diese herkömmlichen Methoden erfordern allerdings einen zeitlichen Messaufwand, der von Stunden bis zu einigen Tagen reichen kann.

Sorptionsmessgerät Infrasorb

Neues Messgerät infraSORB zum Schnelltest von porösen Materialien. Bild: Rubotherm.

Rubotherm hat nun ein neues Schnelltestgerät infraSORB entwickelt, welches die Aufnahmekapazität von bis zu zwölf porösen Materialien in einer einzelnen Messung in maximal fünf Minuten testen kann. Hierbei werden die Proben mit einem Messgas durchströmt, welches auf der Oberfläche und in den Poren des Materials adsorbiert. Die entstehende Adsorptionswärme wird gemessen und ist ein Maß für die aufgenommene Gasmenge bzw. Kapazität der Proben. Das Gerät wurde speziell für Kunden mit hohem Probenaufkommen entwickelt, die ihre Proben in kurzer Zeit nach hoher und niedriger Aufnahmekapazität als Maß für die Oberfläche bzw. die Porosität selektieren möchten. Nach diesem sogenannten „screenen“ können die  Proben mit den höchsten Kapazitäten wahlweise in Geräten mit höherer Auflösung weiter vermessen und im Detail charakterisiert  werden. Das Gerät wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Werkstoff und Strahltechnik entwickelt und wird Ende des Jahres (2010) auf den Markt kommen.

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