zwei installierte Dekanterzentrifugen

Die zwei installierten Dekanterzentrifugen von Alfa Laval verringern den Energie-, Zeit- sowie Arbeitsaufwand und steigern die Nachhaltigkeit. (Bild: © Alfa Laval)

Das Zellstoffwerk von Södra Cell im schwedischen Mönsterås ist einer der größten und modernsten Standorte seiner Art weltweit mit einer jährlichen Produktionskapazität von 750.000 Tonnen Weich- und Hartholzzellstoff.  Neben der Zellstoffproduktion ist das Werk auch eine wichtige Quelle für Ökostrom, Fernwärme und Kiefernöl für Biodiesel. Im Jahr 2020 hat Södra Cell vor Ort die weltweit erste kommerzielle Biomethanolanlage errichtet und so seine Position als bedeutender Anbieter von Biokraftstoffen untermauert.

Um das Nachhaltigkeitsprofil des Werks weiter zu verbessern, hat Södra Cell mit Valmet, einem finnischen Spezialisten für Technologie, Automatisierung und Dienstleistungen im Bereich Zellstoff-, Papier- und Energieindustrie, sowie Alfa Laval zusammengearbeitet: Ziel war, die Systeme zur Entwässerung der Grünlauge und zur Rückgewinnung von Chemikalien zu modernisieren. Die bisher eingesetzten Rotations-Vakuum-Trommelfilter (RVDF) wurden durch zwei Dekanter ersetzt, um ein zweistufiges Trennverfahren zu schaffen.

Rückgewinnung von Prozesschemikalien

„Anorganische Stoffe aus dem Holz landen im Schlamm der Grünlauge“, erklärt Tord Hultberg, Project Manager bei Södra Cell. „In der Vergangenheit haben wir Anschwemmfilter verwendet, um diese Stoffe zu entfernen. Doch die Filter hatten eine begrenzte Kapazität und waren ineffizient bei der Rückgewinnung wertvoller Mineralien wie Natrium und Schwefel.“

Ein kurzer Blick auf den Entwässerungsprozess verdeutlicht das Optimierungspotenzial, das die Dekanterzentrifugen Södra Cell Mönsterås im Vergleich zu RVDF bieten: Für den Aufschluss von Hackschnitzeln wird Weißlauge benötigt, die während des Sulfatverfahrens in Schwarzlauge umgewandelt wird. Die Schwarzlauge wird dann in einem mehrstufigen Prozess behandelt, bei dem wertvolle Chemikalien zurückgewonnen werden und eine neue Charge Weißlauge entsteht. Bei diesem Rückgewinnungsverfahren wird die Schwarzlauge durch ein Verdampfungssystem geleitet und anschließend in einem Rückgewinnungskessel verbrannt. Die Schmelze aus dem Rückgewinnungskessel wird dann mit schwachem Prozess-Waschwasser gemischt, um Grünlauge zu bilden, die hauptsächlich aus Natriumcarbonat und Natriumsulfid besteht. Die Grünlauge wird anschließend mit Kalziumoxid gemischt, um Weißlauge zu bilden, womit sich der Kreislauf schließt. Vor der Kaustifizierung werden die Verunreinigungen in der Grünlauge in einem Klärtank entfernt. Der Bodensatz aus dem Tank wurde zuvor in einem RVDF und nun in einer Alfa Laval Dekanterzentrifuge entwässert, bevor er zur Entsorgung weitergeleitet wird.

Effiziente Ressourcennutzung

Der Einsatz einer Dekanterzentrifuge anstelle eines RVDF bietet zahlreiche Vorteile, wie niedrigere Betriebskosten, die Möglichkeit zur kontinuierlichen Entwässerung und verringerten Platzbedarf. Eine Dekanterzentrifuge ist nur etwa ein Fünftel so groß wie ein vergleichbarer RVDF, sodass wertvoller Platz für Erweiterungen oder andere Prozesse frei wird. Auch Södra Cell profitiert nachhaltig vom Einsatz der neuen Doppeldekanterzentrifuge:

  • hoher Trockenstoffgehalt und geringere Kosten für die Schlammentsorgung
  • gesteigerte Chemikalienrückgewinnung
  • kontinuierlicher, automatischer Betrieb
  • geringerer Wartungsaufwand

Die Zentrifugen müssen nicht vorbeschichtet werden, was die Anlagenverfügbarkeit erhöht und die Arbeitskosten im Vergleich zu RVDF reduziert. Außerdem entfällt der Bedarf an Vakuumpumpen, Vorbeschichtungsanlagen oder anderen komplexen Versorgungseinrichtungen.

„Nachhaltigkeit ist für uns sehr wichtig“, betont Olof Hellström, Sustainability Coordinator bei Södra Cell. „Immer klimafreundlichere Prozesse und die effiziente Nutzung von Ressourcen sind Hauptschwerpunkte in Södra Cells Nachhaltigkeitsstrategie. Mit den Dekantern von Alfa Laval ist unser Bedarf an Zusatznatrium deutlich gesunken. Langfristig gesehen ist diese Art von Investition sowohl für unser Unternehmen als auch für die Umwelt gut.“

Erfahren Sie, wie Alfa Laval Sie beim Übergang zu einer effizienten Kreislaufwirtschaft unterstützt.

Nachhaltige Partnerschaft

Die Alfa Laval Dekanterzentrifugen erfordern keine besondere Wartung. Nach jedem Zyklus müssen die Maschinen lediglich mit heißem Wasserkondensat gespült werden, das in der Anlage sofort verfügbar ist. Laut Robert Carlström, Global Technology Manager, Chemical Pulp Valmet, waren die Energieeinsparungen, die Möglichkeit zur Rückgewinnung wertvoller Chemikalien und die einfache Bedienung ausschlaggebend, sich für die Zentrifugen von Alfa Laval zu entscheiden. „Wir bieten unseren Kunden Prozesslösungen, Umbauten, Rekaustifizierung und andere Dienstleistungen für ihre Zellstofffabriken“, erklärt er. „Angesichts veralteter Anlagen und der Suche nach umweltfreundlichen Technologien sehen wir eine steigende Nachfrage des Marktes nach Lösungen wie hier in Mönsterås. Wir haben die Prozessentwicklung, die Installation, die Inbetriebnahme und den Start-up übernommen. Und wir haben Alfa Laval als Lieferanten der Zentrifugen ausgewählt.“

Das Zellstoffwerk von Södra Cell in Mönsterås, Schweden.
Das Zellstoffwerk von Södra Cell in Mönsterås, Schweden. (Bild: © Alfa Laval)

„Der zweistufige Zentrifugenprozess ermöglicht Södra Cell Mönsterås verbesserte Einsparungen bei der Rückgewinnung von Chemikalien“, bilanziert Amol Chinchankar, Decanter Separation Senior Sales Manager bei Alfa Laval. „Der Natriumgehalt der entsorgten Rückstände ist sehr niedrig – weniger als 5 Gramm pro Tonne. Die Alfa Laval Dekanterzentrifugen haben Södra Cell erfolgreich bei der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele unterstützt. Das Ergebnis ist ein großartiges Beispiel für die Entwässerung von Laugenrückständen in Zellstoff- und Papierfabriken.“

„Hier in Mönsterås“, fasst Södra Cell Production Manager Carl-Johan Roos zusammen, „entwickeln wir unsere Prozesse kontinuierlich weiter, um besser, effektiver und umweltfreundlicher zu werden. Die Installation unserer beiden Zentrifugen mit Hilfe von Valmet und Alfa Laval hat sich absolut bewährt.“

Logo Alfa Laval

Über Alfa Laval

 

Alfa Laval ist in den Bereichen Energie, Marine sowie Lebensmittel und Wasser tätig und bietet Know-how, Produkte und Service für eine Vielzahl von Branchen in über 100 Ländern. Das Unternehmen engagiert sich für Prozessoptimierung, verantwortungsvolles Wachstum und den Fortschritt – und „geht immer die Extra-Meile“, um Kunden bei der Erreichung ihrer Geschäfts- und Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.

 

Die innovativen Technologien von Alfa Laval dienen der Reinigung, Veredelung und Wiederverwendung von Materialien und fördern einen verantwortungsvolleren Umgang mit natürlichen Ressourcen. Sie tragen zu optimierter Energieeffizienz und Wärmerückgewinnung, besserer Wasseraufbereitung und reduzierten Emissionen bei. So macht Alfa Laval nicht nur seine Kunden erfolgreich, sondern dient auch den Menschen und dem Planeten. Wir machen die Welt besser, jeden Tag.

 

Alfa Laval beschäftigt 16.700 Mitarbeiter und erzielte 2020 einen Jahresumsatz von rund 41,5 Milliarden SEK (ca. 4 Milliarden Euro). Das Unternehmen ist an der Nasdaq OMX notiert.

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Firmenwebsite

 

Folgen Sie uns auf LinkedIn

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?

Unternehmen

Alfa Laval Mid Europe GmbH

Wilhelm-Bergner-Straße 7
21509 Glinde
Germany

Dieser Beitrag wird präsentiert von: