Stahlgeschäft leidet weiter

Thyssenkrupp meldet tiefrote Zahlen

13.05.2020 Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat für das erste Quartal heftige Verluste gemeldet. Vor allem im Stahlgeschäft läuft es alles andere als rund.

Im letzten Geschäftsquartal – das zweite des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 – fiel der Umsatz von Thyssenkrupp im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 % auf 10,1 Milliarden Euro. Der Verlust summierte sich im zweiten Quartal auf 946 Millionen Euro.

Allein die Stahlsparte verbuchte einen Verlust von 372 Millionen Euro. In der Sparte Automotive Technology summiert sich das Minus auf 28 Mio. Euro. Der Anlagenbau konnte sich gegenüber dem Vorjahr besser behaupten, lag aber am Ende mit 38 Mio. Euro trotzdem im Minus.

1,3 Mrd. Euro Verlust im letzten halben Jahr

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Martina Merz führt den Vorstand von Thyssenkrupp. (Bild: Thyssenkrupp)

Im gesamten ersten Halbjahr des Geschäftsjahres betrug der Fehlbetrag 1,3 Milliarden Euro. Martina Merz, Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp: „ Die Corona-Pandemie stellt uns vor gewaltige Herausforderungen. Noch ist das ganze Ausmaß der Krise für unsere Geschäfte nicht vollständig absehbar. Aber bereits jetzt wird deutlich, dass die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen sehr tiefe Spuren hinterlassen werden.“

Thyssenkrupp befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Zuletzt wurde die Aufzugssparte für 17,2 Milliarden Euro an ein Konsortium aus zwei Finanzinvestoren und der Essener RAG-Stiftung verkauft.

Merz sieht „die eingeleiteten Restrukturierungen auf einem guten Weg“, allerdings bremse Corona die Entwicklung.

(as)

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