Geschäftsjahr 2018

Turck weiter zweistellig auf Wachstumskurs

07.11.2018 Der Automatisierungstechnik-Anbieter Turck hat nach einem Umsatzrekord im vergangenen Jahr erneut zweistelliges Wachstum obendrauf gelegt. Auch der Ausblick sieht trotz andauernden Herausforderungen gut aus, vermeldete Geschäftsführer Christian Wolf auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens.

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Turck-Geschäftsführer Christian Wolf zeigte sich erfreut über starkes Umsatzwachstum in allen Regionen. (Bild: Redaktion)

Die Turck-Gruppe geht für das Geschäftsjahr 2018 von einem konsolidierten Gruppenumsatz von über 660 Mio. Euro aus. Nach 600 Mio. Euro im Vorjahr entspräche dies einem Wachstum von 10 %. Geschäftsführer Wolf sprach von einem „extrem guten Niveau“, auf dem das Unternehmen sich bewege: „Nachdem die Turck-Gruppe bereits 2017 das erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte verzeichnen konnte, verläuft dieses Geschäftsjahr ebenfalls sehr erfreulich.“

Steigender Automatisierungsbedarf

Starkes Wachstum verzeichnete der Automatisierer in allen Vertriebsregionen. In Deutschland stieg der Umsatz um 8 %, in der Region EMEA um 14 %. Als Highlights hob Wolf hier unter anderem die Niederlande und Italien mit je über 20 % hervor. Nach Stagnation in Russland im vergangenen Jahr betrug das Wachstum dort nun rund 50 %. Erfreut zeigte sich Wolf auch darüber, dass der Umsatz in den USA als wichtigster Einzelmarkt der Unternehmensgruppe sich weiter positiv entwickelte. In der Region Nordamerika wuchs der Umsatz um 9 %.

In Asien und dem Pazifikraum erzielte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 18 %, hier taten sich besonders Indien mit 50 % sowie Singapur mit 25 % hervor. In dieser Region wie auch in Afrika verzeichnet Turck einen wachsenden Bedarf: „Vor allem in Asien sehen wir ein enormes Potenzial zur direkten Einführung von Industrie-4.0- und IoT-Anwendungen“, so Wolf. Um diesen Markt zu bedienen hat Turck mit seinem strategischen Partner Banner Engineering zwei weitere Vertriebsgesellschaften gegründet, je eine in Malaysia und in Thailand. Eine weitere Vertriebsgesellschaft entstand durch die Übernahme des Vertriebspartners RET Automation in Südafrika.

Deutliche Wachstumsmöglichkeiten

Herausforderungen durch Währungseffekte verdeutlichte Wolf am Extrembeispiel Türkei: In lokaler Währung erzielte Turck hier zwar ein Wachstum von 50 %. Aufgrund der drastisch entwerteten türkischen Lira bleiben davon währungsbereinigt jedoch nur 8 % übrig – immer noch ein gesunder Wert in einer wichtigen Region, aber ein drastischer Unterschied zur Lokalwährung.

Weitere Unsicherheiten entstünden durch die „America first“-Politik von US-Präsident Trump und dessen „vom Zaun gebrochenen“ Handelskrieg mit China sowie den noch immer ungelösten Brexit. Diese Faktoren hätten dem Unternehmen jedoch noch nicht schwer geschadet. Dementsprechend sieht die Turck-Gruppe sich insgesamt in einem positiven Marktumfeld mit weiteren deutlichen Wachstumsmöglichkeiten. Das Wachstumsziel für das kommende Jahr liegt bei einem Umsatzwachstum von mindestens 7 % und damit der Marke von 700 Mio. Euro. (ak)

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