Ausnahmegenehmigungen sollen entfallen

US-Sanktionspläne gegen Iran schieben Ölpreis an

23.04.2019 Berichte, wonach die USA die Ölexport-Sanktionen gegen den Iran ab Mai deutlich verschärfen wollen, haben den Ölpreis nach oben getrieben.

Ziemlich richtig lagen die Banker von Goldman Sachs mit ihrer Ölpreis-Jahresprognose für 2016: Mit ihren vorhergesagten 43 US-Dollar für ein Fass Brent lagen sie nur einen knappen Dreivierteldollar zu niedrig. Von Mai bis September pendelte der Preis etwas darüber im Bereich zwischen 45 und 49 Dollar. Für 2017 liegt die Prognose bei 56,5 Dollar im ersten Quartal und 57 Dollar zum Jahresende. (Bild: Fotimmz – Fotolia)

Mit steigenden Preisen haben die Ölmärkte auf Gerüchte über die Verschärfung der US-Sanktionen gegen den Iran reagiert. (Bild: Fotimmz – Fotolia)

Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kletterte zeitweise auf 74,30 USD, nachdem Medien berichtete, dass US-Außenminister Mike Pompeo die Ausnahmegenehmigung für den Import iranischen Öls zum 2. Mai zurückziehen will. Die USA drohen Ländern mit Sanktionen, die iranisches Öl einführen. Davon sind China, Japan, Südkorea und Indien, aber auch die Türkei, Italien und Griechenland bislang ausgenommen. Auf dem derzeit aufgrund von Lieferausfällen in Venezuela und Libyen unter Druck stehenden Ölmarkt seigt deshalb die Sorge vor Engpässen. Größter Profiteur steigender Preise sind die USA, die derzeit fast 15 Mio. Barrel Öl pro Tag fördern, gefolgt von Saudi-Arabien.

(as)

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