Wachsende Produktion, höhere Preise

VCI: Aufwärtstrend in der Chemie setzt sich fort

16.05.2018 Mit dem Jahresauftakt 2018 hat die chemisch-pharmazeutische Industrie an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpft. Laut dem aktuellen VCI-Quartalsbericht legten alle relevanten Kennzahlen nochmal zu.

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Sika meldet Rekordumsatz für 2016

Der Trend in der Chemiebranche zeigt weiter nach oben. (Bild: BerlinStock – Fotolia)

Von Januar bis März 2018 lag die Produktion in Deutschlands drittgrößter Branche demnach 6,7 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und 1,6 % über dem Vorquartal.  Dabei spielte auch die große Nachfrage nach Chemikalien in der deutschen Industrie eine Rolle. Noch besser entwickelten sich allerdings die Exporte. Insbesondere in Europa, dem wichtigsten Auslandsmarkt der Branche, liefen die Geschäfte gut.

Neben der Produktion sind auch die Chemikalienpreise im ersten Quartal gestiegen: 1,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal und 0,9 % gegenüber dem vierten Quartal 2017. Der Branchenumsatz lag mit 51,1 Mrd. Euro etwa 5,7 % höher als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten stieg im selben Zeitraum um 0,5 % auf 455.000.

Zuversicht überwiegt

Trotz dieser positiven Zahlen sehen die Chemieunternehmen den weiteren Konjunkturverlauf nicht mehr ganz so optimistisch wie zum Jahreswechsel. Der Grund sind nach Einschätzung des VCI politische Unsicherheiten wie etwa potenzielle Handelskonflikte, der unklare Ausgang der Brexit-Verhandlungen oder die Krisenherde im Nahen Osten. „Bei unseren Unternehmen überwiegt nach wie vor die Zuversicht, dass sich der Aufwärtstrend im Chemiegeschäft in diesem Jahr fortsetzen wird. Allerdings haben die konjunkturellen Risiken zugenommen. Dennoch rechnet aktuell niemand in der Branche mit einem Rückschlag“, konstatiert VCI-Präsident Kurt Bock.

VCI fordert Steuerreformen

Neben dem Quartalsbericht meldet sich der Verband auch zu den Beratungen im Bundestag zum Bundeshaushalt 2018 zu Wort. Die gute Haushaltslage ergebe genügend Spielraum für innovationsfreundliche und wettbewerbsorientierte Reformen. Dazu zählen für den Chemieverband vor allem die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung sowie eine Strukturreform bei den Unternehmenssteuern.

(jg)

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