VCI-Quartalsbericht 2/2018

Deutsche Chemie wächst langsamer

06.09.2018 Der VCI zeigt sich mit der Bilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie im zweiten Jahresviertel 2018 insgesamt zufrieden. Aus dem Quartalsbericht des Verbandes geht aber auch hervor, dass die Wachstumsdynamik vom Jahresanfang deutlich nachgelassen hat.

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VCI-Präsident Kurt Bock äußerste sich zum zweiten Quartal 2018 der deutschen Chemie und gab einen Ausblick auf das restliche Jahr. (Bild: VCI / René Spalek)

Der Umsatz in Deutschlands drittgrößter Branche stagnierte nach den Zahlen des VCI mit einem Minus von 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal.  Das Vorjahr konnte dagegen um 5,8 % übertroffen werden. Während im Inland die Erlöse leicht sanken, verbuchte die Branche im Ausland das achte Umsatzplus in Folge. Die Produktion legte im zweiten Quartal nur verhalten zu, auch wenn der Wert hier mit einem Plus von 5,4 % wiederum deutlich über dem Vorjahr lag. Steigende Rohstoffkosten führten zu Preiserhöhungen bei chemischen Grundstoffen: plus 0,6 % gegenüber dem Vorquartal bzw. 1,1 % zum Vorjahr. Insgesamt sind die Chemieunternehmen mit ihrer aktuellen Geschäftslage noch zufrieden. Die Erwartungen für die Zukunft sind dagegen getrübt, da die konjunkturellen Risiken durch den nahenden Brexit und den schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China zunehmen.

Auslandsnachfrage lässt nach, Preise steigen weiter

In seiner Prognose rechnet der VCI  für 2018 weiterhin mit einem Zuwachs der deutschen Chemieproduktion um 3,5  %. Chemikalien verteuern sich voraussichtlich um 1,5 %. Der Branchenumsatz soll um 4,5 % auf 204 Mrd. Euro wachsen. „Umsatz und Auslastung der Branche lagen im zweiten Quartal noch auf hohem Niveau. Aber vieles deutet darauf hin, dass die Nachfrage im zweiten Halbjahr im Vergleich zur ersten Jahreshälfte nachlassen wird. Insbesondere die Exporterwartungen sind nicht mehr so positiv wie zu Jahresbeginn“, erläutert VCI-Präsident Kurt Bock.

(jg)

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