VCI und Bundesumweltministerium betreiben Human-Monitoring weiter zusammen

24.08.2011 Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und das Bundesumweltministerium (BMU) wollen auch in Zukunft ihr im vergangenen Jahr angelaufenes Projekt zur Entwicklung von Analysemethoden für bisher nicht messbare Stoffe fortführen. Die hierdurch gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die reale Chemikalienbelastung der Bevölkerung zu bestimmen.

Anzeige
VCI und Bundesumweltministerium betreiben Human-Monitoring weiter zusammen

Der VCI und das Bundesumweltministerium wollen auch künftig ihr Projekt zur Entwicklung von Analysemethoden für bisher nicht Messbare Stoffe fortführen (Bild: pedrosala – Fotolia.com)

Der Fokus des Projekts liegt auf Stoffen, denen die Menschen möglicherweise vermehrt ausgesetzt sind oder die eine besondere gesundheitliche Relevanz haben können. Für bis zu 50 solcher Stoffe und Stoffgruppen wollen die Partner in den kommenden zehn Jahren Analysemethoden generieren, für deren Entwicklung sich der VCI verantwortlich zeichnet. Die Anwendung in geeigneten Untersuchungen obliegt hingegen dem BMU. Die Zusammenarbeit, die zunächst auf drei Jahre ausgelegt ist, soll helfen, modellhafte Abschätzungen zu ersetzen, die Risiken leicht über- oder auch Unterschätzen. Konkret wurden fünf neue Substanzen benannt, für die es Methoden zur Analyse zu entwickeln gilt: 3-(4-Methylbenzyliden)-campher, N-Methyl-2-pyrrolidon, N-Ethyl-2-pyrrolidon, 2-Mercaptobenzothiazol und Diphenylmethan-4,4‘-diisocyanat. Diese kommen in Sonnenschutzfiltern als UV-Schutz, als Lösungsvermittler in Farben und Kunststoffen, als Bestandteil von Vulkanisationsbeschleunigern in Gummiartikeln und Reifen und als Bestandteil von Einkomponentenschaum zum Fixieren und Dämmen von Fenster- und Türrahmen vor.

Loader-Icon