VDMA: Deutscher Maschinenbau auf Wachstumskurs trotz Gegenwind

30.10.2012 „Für 2012 rechnen wir mit einem absoluten Rekordumsatz von 209 Milliarden Euro. Das ist der höchste Umsatz, den die Maschinenbauindustrie je erreicht hat“, hat VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner auf der Pressekonferenz des Verbandes am Rande des 6. Maschinenbau-Gipfels in Berlin erklärt.

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VDMA: Deutscher Maschinenbau auf Wachstumskurs trotz Gegenwind

Position der deutschen Maschinenbauer auf dem Weltmarkt laut einer Tendenzumfrage des VDMA (Bild: VDMA)

Vor zehn Jahren – 2002 – lag der Umsatz der Maschinenbauindustrie bei 133 Mrd. Euro. „Das heißt, wir haben in zehn Jahren 57 % – also mehr als die Hälfte zugelegt“, berichtete Lindner. Entscheidend dafür sei die weiter fortschreitende Internationalisierung. Die Exportquote sei in den letzten 10 Jahren von 68 % (2002) auf rund 75 % (2011) gestiegen. „Für ein kleines Land wie Deutschland ist es sensationell, nach wie vor Maschinenbau-Exportweltmeister zu sein“, betonte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Im Juli 2012 beschäftigten die deutschen Maschinenbauer 974.000 Mitarbeiter. Das heißt, sie haben insgesamt innerhalb eines Jahres von Juli 2011 bis Juli 2012 einen Zuwachs von 43.000 Arbeitsplätzen zu verzeichnen. „Dieser Aufbau ist und bleibt Beleg dafür, auf welch gutem Weg die Maschinenbauindustrie als größter industrieller Arbeitgeber ist“, sagte der VDMA-Präsident.

Die aktuelle Tendenzbefragung bei den VDMA-Mitgliedsunternehmen, an der sich 483 Unternehmen beteiligten, hat ergeben, dass sich ein knappes Fünftel (19 %) als Weltmarktführer sehen und weitere 43 % sich zur Spitzengruppe der ‚top five‘ zählen. Die Tendenzumfrage zeigt auf, dass unter den Maschinenbauern ein extrem starker Glaube an die eigene Innovationskraft vorhanden ist. 49 von 100 befragten Unternehmen glauben, dass es ihnen in fünf Jahren besser gehen wird als heute. „Dies wird auch durch unsere Produktionsprognose für 2013 unterstrichen, die auf plus zwei Prozent lautet“, bekräftigte Lindner.

Als wichtigste Strategie zur Verbesserung der Wettbewerbsposition nannten die Unternehmen die Erschließung neuer regionaler Märkte. Als fast genauso wichtig stuften sie die Stärkung ihres Dienstleistungsangebots oder die Hebung von Produktionspotenzialen ein.

Der Hauptkonkurrent des deutschen Maschinenbauers sitzt noch immer im eigenen Land. Daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert. Als weitere Konkurrenten folgen die USA, Italien, Japan, Frankreich und China.

In Bezug auf die preisliche Wettbewerbsposition hat Deutschland seit der ersten Umfrage im Jahr 2000 im internationalen Vergleich verloren. Der Gewinner heißt China. 24 % der Unternehmen haben hier ihren Hauptwettbewerber lokalisiert.

In Bezug auf die technische Wettbewerbsfähigkeit konnten die deutschen Maschinenbauer – wie auch Italien und die Schweiz – ihre Wettbewerbsposition leicht ausbauen, während Japan, die USA und Frankreich ihre Wettbewerbsposition in diesem Bereich verschlechtert haben.

Weblink zum Thema
Die vollständige Rede des VDMA-Präsidenten Dr. Thomas Lindner auf der Pressekonferenz des Verbandes am Rande des 6. Maschinenbau-Gipfels in Berlin kann hier oder auf der VDMA-Homepage aufgerufen werden. Dort sind auch die Tendenzumfrage, mehrere Grafiken zur Tendenzumfrage sowie aktuelle Konjunkturdaten des deutschen Maschinenbaus als pdf-Dateien hinterlegt.

(dw)

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