Diskussionspapier

VDMA fordert mehr Kunststoffrecycling

24.08.2020 Der Maschinenbauverband VDMA hat ein Diskussionspapier zum Kunststoffrecycling veröffentlicht - und fordert darin einen dauerhaften Markt für Rezyklate.

Kunststoffe haben in der öffentlichen Meinung einen schlechten Ruf. Zu Unreicht, meint der Maschinenbau-Verband VDMA: Richtig eingesetzt, recycelt und wiederverwendet, können sie einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, zeigt das aktuelle Diskussionspapier des Verbands.

„Die Abfall- und Recyclingtechnik setzt sich für einen ordentlichen Umgang und ein stärkeres Recycling von Kunststoffen. Dafür bedarf es politischer Signale und Diskussionen, die wir mit unserem Diskussionspapier Dauerhafter Markt für Rezyklate – Kreislaufwirtschaft mit Zukunft anstoßen“, betont Dr. Sarah Brückner, Geschäftsführerin des VDMA Fachverbands Abfall- und Recyclingtechnik.

Recycling-Betriebe durch niedrigen Rohölpreis unter Druck

Auf Rang 3 folgt die Remondis Maintenance & Services mit 720 Mio. Euro Inlandsumsatz (2017: 685 Mio. Euro). Seit 2014 meldet das Unternehmen die konsolidierten Werte unter anderem der beiden Tochtergesellschaften Buchen Umweltservice und Xervon. (Bild: Alterfalter – Fotolia)

Größtes Problem für Sekundärkunststoffmärkte ist nach Ansicht des VDMA Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik der stark schwankende Preis für Kunststoffneuware. (Bild: Alterfalter – Fotolia)

Größtes Problem für Sekundärkunststoffmärkte ist nach Ansicht des VDMA Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik der stark schwankende Preis für Kunststoffneuware. Ein niedriger Rohölpreis und eine sinkende Nachfrage nach Kunststoffen setzen den Sekundärrohstoffmarkt stark unter Druck. Aktuell stehen viele Betriebe für Kunststoffrecycling vor dem Aus.

„Auf dieser Basis lässt sich keine Kreislaufwirtschaft mit Zukunft aufbauen. Der Markt für Kunststoffrezyklate benötigt Planungssicherheit und stabile auskömmliche Preise, um zukunftsweisende Innovationen und Investitionen tätigen zu können“, erläutert Dr. Brückner. „Maßnahmen dafür sind eine Verteuerung von Neukunststoffen und der verpflichtende Einsatz von Rezyklaten. Nur wenn es uns allen gelingt, Kunststoffe in ihrer gesamten Vielfalt zu recyceln, wird auch die Akzeptanz in der Gesellschaft wieder steigen. Wenn wir so weiter machen, wie jetzt, werden wir nie eine Kreislaufwirtschaft mit Zukunft erreichen.“

(as)

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