Konjunktur

VDMA: Hersteller von Industriearmaturen verzeichnen zweistelliges Auftragsplus

19.02.2018 Der Fachverband Industriearmaturen im VDMA hat für 2017 eine deutlich positive Bilanz gezogen. Die deutschen Hersteller verzeichneten ein Auftragsplus von 11 Prozent und ein Umsatzswachstum von 4 Prozent.

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VDMA Umsatzentwicklung der deutschen Hersteller von Industriearmaturen

Umsatzentwicklung der deutschen Hersteller von Industriearmaturen. Bild: VDMA

Nachdem der Auftragseingang in 2016 stagnierte und der Umsatz leicht rückläufig war, hat das Geschäft mit Industriearmaturen laut VDMA wieder an Fahrt gewonnen. Vor allem der Euro-Raum, ein wichtiger Exportmarkt für deutsche Industriearmaturen, ist nach Jahren der Krise auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. 2017 nahm der Umsatz um 7 % zu. Besonders erfreulich war auch der deutliche Anstieg der Orders aus dem nicht-europäischen Ausland: 16 Prozent Zuwachs konnten die deutschen Industriearmaturenhersteller verzeichnen. Im Inland stieg der Absatz um
2 % an.

Kapazitätsauslastung auf hohem Niveau

In den einzelnen vom VDMA statistisch erfassten Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze 2017 durchweg positiv. Die Hersteller von Regelarmaturen verzeichneten ein nominales Umsatzplus von 8 %. Bei den Sicherheits- und Überwachungsarmaturen stieg der Umsatz um 5 %, bei den Absperrarmaturen wuchs der Absatz moderat um 2 %.

Insgesamt befindet sich die Kapazitätsauslastung in der Industriearmaturenbranche mit 93 % auf hohem Niveau. Nach dem Ifo-Geschäftsklima Index beurteilen befragte Industriearmaturenhersteller das Geschäftsklima durchweg positiv. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate sind allerdings etwas gedämpft. Die schwierigen Verhandlungen bei der Bildung einer neuen Bundesregierung führte ebenso zu Verunsicherung wie der unsichere Ausgang der Brexit-Verhandlungen.

China größter Exportabnehmer, Russland im Aufwärtstrend

VDMA die 10 wichtigsten Abnehmerländer für deutsche Industriearmaturen

Die 10 wichtigsten Abnehmerländer für deutsche Industriearmaturen. Bild: VDMA

Im Zeitraum Januar bis November 2017 erzielten die deutschen Industriearmaturenhersteller ein Exportvolumen von 3,6 Mrd. Euro. Ein Plus von 7,6 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.  Das Auslandsgeschäft der Branche profitierte von der robusten Nachfrage aus China, der Belebung der Wirtschaft in den USA und der starken Nachfrage aus Europa.

China war auch 2017 der größte Abnehmer deutscher Industriearmaturen – vor den USA und Frankreich. Die Branchenausfuhren nach China stiegen von Januar bis November 2017 um 13,5  % gegenüber dem Vorjahr auf 407 Mio. Euro. Die Exporte in die USA erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 15 % auf 327 Mio. Euro. Frankreich fragte 2017 mit 196 Mio. Euro insgesamt 5,8 % mehr Industriearmaturen aus Deutschland nach als im Jahr zuvor.

Die russiche Wirtschaft ist aus Sicht des Verbandes wieder auf Wachstumskurs. Für 2018 wird ein Anstieg von 1,6 % erwartet. Gedämpft wird die wirtschaftliche Entwicklung in Russland nach wie vor durch die Auswirkungen der Sanktionen seitens der westlichen Industrieländer. Die deutschen Industriearmaturenhersteller mussten 2016 deutliche Einbußen in diesem wichtigen Markt verkraften. Im Zeitraum Januar bis November 2017 stiegt der deutsche Export von Industriearmaturen auf 114 Mio. Euro an.

4 % mehr Umsatz in 2018 erwartet

Die Weltwirtschaft befindet sich derzeit in einem kräftigen Aufschwung und ein Ende des Booms scheint laut VDMA nicht in Sicht. Impulse erwartet die Industriearmaturenbranche insbesondere in den Bereichen Chemie, Pharma und Lebensmittel. Im Bereich Energie wird mit Nachfragerückgängen gerechnet. Für 2018 erwartet der Fachverband Armaturen ein nominales Umsatzplus von 4 Prozent.

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