CEO Fasswald hat Konzern verlassen

Verkauf? Thyssenkrupp organisiert Anlagenbau neu

09.10.2019 Die neue Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz hat ihre Pläne für die zukünftige Organisationsstruktur des Konzerns konkretisiert – und diese betreffen auch die Anlagenbau-Sparte. So sollen die Führungsgesellschaft von Industrial Solutions (IS) weitgehend aufgelöst werden. Der bisherige Anlagenbau-CEO Fasswald habe das Unternehmen zum 7. Oktober verlassen.

Damit nehmen die Pläne zum Verkauf der Anlagenbau-Sparte weiter Formen an. “Es geht nicht um einen Ausverkauf”, schreibt die Thyssenkrupp-Chefin Merz in einem Brief an die Mitarbeiter, welcher der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Thyssenkrupp baut erneut die Anlagensparte um – und wird sie wahrscheinlich verkaufen. (Bild: Thyssenkrupp)

Thyssenkrupp baut erneut die Anlagensparte um – und wird sie wahrscheinlich verkaufen.

Neben Industrial Solutions ist demnach auch die Sparte für Automobilkomponenten („Components Technology“) betroffen. “Klar ist: Die neue Organisation führt neben Corporate auch zu Veränderungen in den Führungsmannschaften im Anlagenbau und Automobilbereich”, wird Merz von Reuters zitiert. Die Bereichsvorstände solle es in Zukunft nicht mehr geben – bis auf den CEO. Dennoch soll Marcel Fasswald, seit Oktober 2018 CEO von Industrial-Solutions, Thyssenkrupp bereits verlassen haben.

 

Auch Stellenabbau geplant

Gruppenbilder und Portraits Vorstand tk IS im Q1/12 Etage

Marcel Fasswald, bisher CEO von Industrial Solutions, soll das Unternehmen verlassen haben. (Bilder: Thyssenkrupp)

Neben der neuen Führungsorganisation kündigte Merz auch tiefgreifende Einschnitte und Personalstreichungen an. “Zur Wahrheit gehört, dass es in einigen Bereichen nicht ohne signifikanten Stellenabbau gehen wird”, heißt es laut Reuters in dem Brief weiter. Nach ersten Einschätzungen werden diese Maßnahmen vor allem den zentralen Verwaltungsbereich „Corporate“ betreffen. Zum Ausmaß des Stellenabbaus wurde nichts bekannt. Merz‘ Vorgänger Guido Kerkhoff hatte in seiner Amtszeit angekündigt, 6.000 Stellen streichen zu wollen, davon 4.000 in Deutschland. (jg)

 


Neue Anlagenprojekte im 3. Quartal 2019

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