Geschäftszahlen im 1. Quartal

Wacker Chemie: Solarsiliziumpreise verhageln das Ergebnis

30.04.2019 Wacker Chemie, München, hat den Gesamtumsatz im 1. Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 % auf 1,235 Milliarden Euro gesteigert. Dagegen verminderte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 44 % auf 142 Millionen Euro.

Ausschlaggebend für das Umsatzwachstum waren insgesamt höhere Absatzmengen – vor allem bei Polysilizium – und etwas bessere Preise bei Chemieprodukten. Die rückläufige Entwicklung beim Ergebnis führt das Unternehmen auf die deutlich geringeren Durchschnittspreise für Solarsilizium zurück sowie höhere Energiepreise und den zeitweisen Ausfall einer Produktionsanlage für Silikonkautschuk. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) summiert sich im Berichtsquartal auf 0,1 Millionen Euro – im Vorjahresquartal waren es 121,7 Millionen Euro.

Die Prognose für das Gesamtjahr 2019 bleibt unverändert. Das Unternehmen erwartet ein Wachstum des Konzernumsatzes 2019 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz auf mehr als 5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Ebitda wird voraussichtlich um 10 bis 20 % unter dem Vorjahreswert (930,0 Millionen Euro) liegen.

In den einzelnen Geschäftsbereichen ergibt sich folgendes Bild:

Wacker Silicones erzielte im 1. Quartal 2019 bei leicht gesunkenen Absatzmengen mit 604,9 Millionen Euro einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres.  Das Ebitda lag mit 128,1 Millionen Euro um 14 % unter Vorjahr. Ein Hauptgrund für diesen Rückgang war der Ausfall einer Produktionsanlage für hochtemperaturvernetzenden Festsilikonkautschuk.

Bei Wacker Polymers stieg der Umsatz um 7 % auf 323,6 Millionen Euro, vor allem durch höhere Absatzmengen, bessere Preise und positive Währungseffekter diesen Anstieg. Das Ebitda stieg im 1. Quartal um 6 % auf 44,5 Millionen Euro.

Wacker Biosolutions steigerte seinen Umsatz um 7 % auf 58,3 Millionen Euro. Besonders gut entwickelt hat sich im Berichtsquartal das Geschäft mit Biopharmazeutika und Acetylaceton. Das Ebitda liegt mit 5,9 Millionen Euro um 42 % Prozent unter Vorjahreszeitraum.  Ursachen dafür sind unter anderem die noch bestehende Unterauslastung der neuen Biopharma-Produktion in den Niederlanden sowie höhere Rohstoffpreise.

Bei Wacker Polysilicon verminderte sich der Quartalsumsatz um 4 % auf 211,1 Millionen Euro. Die wesentliche Ursache dafür waren die niedrigeren Durchschnittspreise für Solarsilizium. Die im Jahresvergleich erheblich gestiegenen Absatzmengen konnten das jedoch nicht vollständig ausgleichen. Das Ergebnis (Ebitda) ist daher deutlich negativ: -35,8 Millionen Euro, nach 48,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Um dem Preis- und Kostendruck entgegenzuwirken, arbeitet der Geschäftsbereich daran, seine Produktionsprozesse weiter zu optimieren und die Kosten zu senken sowie seine Marktanteile im margenstärkeren Geschäft mit qualitativ besonders hochwertigem Polysilicium für Halbleiteranwendungen und monokristalline Solarzellen weiter auszubauen.

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