Wacker Chemie verzeichnet Umzusatzzuwachs, aber Gewinnrückgang in 2011

23.03.2012 Bei der Wacker Chemie, München, wuchs der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2011 um gut 3 % auf 4,91 Mrd. €. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verminderte sich um 8 % auf 1,1 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr.

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Wacker Chemie verzeichnet Umzusatzzuwachs, aber Gewinnrückgang in 2011

Um das weitere Wachstum des Unternehmens zu sichern, will Wacker Chemie rund 1 Mrd. € in 2012 investieren (Bild: Wacker Chemie)

Hohe Rohstoffkosten, das schwache Geschäft mit Polysilicium im 4. Quartal, Anlaufkosten für die Inbetriebnahme neuer Produktionsanlagen am Standort Nünchritz und verschiedene Sondereffekte waren der Grund dafür, dass das EBITDA zurückging, meldete das Chemieunternehmen. Unter dem Strich hat Wacker das Geschäftsjahr 2011 mit einem Konzernergebnis von 356 Mio. € abgeschlossen, 141 Mio. € weniger als 2010. Darin enthalten ist ein Strukturaufwand von rund 50 Mio. €, der im Zusammenhang mit der Schließung des japanischen Halbleiterstandorts Hikari steht.

Nach dem schwachen Schlussquartal 2010 zeichne sich eine geschäftliche Erholung ab, heißt es bei Wacker. Im laufenden Geschäftsjahr will das Chemieunternehmen seinen Umsatz auf rund 5 Mrd. € steigern. Wegen des herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes, vor allem wegen der anhaltend hohen Rohstoffkosten und wegen der schwachen Polysiliciumpreise wird in 2012 ein EBITDA „deutlich unter dem Vorjahreswert erwartet“.

Die Umsätze der einzelnen Geschäftsbereiche betrugen im Jahr 2011:

  • Siltronic: 992 Mio. € (-3 %)
  • Wacker Silicones: 1,59 Mrd € (+1 %)
  • Wacker Polymers: 928 Mio. € (+15 %)
  • Wacker Biosolutions: 145 Mio. € (+2 %)
  • Wacker Polysilicon: 1,45 Mrd. € (+6 %)

Im laufenden Geschäftsjahr 2012 will das Chemieunternehmen, das rund 17.000 Mitarbeiter beschäftigt, einen Umsatz von rund 5 Mrd. € erreichen. Das EBITDA 2012 werde voraussichtlich deutlich unter dem Niveau des Jahres 2011 liegen; Gründe dafür sind die geringeren Abnahmepreise für Solarsilicium sowie die nach wie vor hohen Rohstoffkosten. Die Investitionen 2012 sollen etwa 1 Mrd. € betragen. Dazu gehört der Kapazitätsausbau bei den 300-mm-Wafern (Siltronic) und der Ausbau im Geschäft mit Polyvinylacetat-Festharzen für Kaugummirohmasse (Wacker Biosolutions).

(dw)

 

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