Wacker: Chemiegeschäft legt zu, Solarsilizium im Minus

29.10.2012 Das Geschäft der Wacker Chemie AG hat sich im 3. Quartal 2012 in den einzelnen Segmenten unterschiedlich entwickelt. Die Chemiebereiche haben dank der insgesamt guten Kundennachfrage ihre Umsatz- und Ertragswerte gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Dagegen sind im Polysiliciumgeschäft von WACKER wegen des anhaltenden Preisdrucks und hoher Lagerbestände in der Solarindustrie Umsatz und Ertrag deutlich zurückgegangen. 

Anzeige
Wacker: Chemiegeschäft legt zu, Solarsilizium im Minus

Wacker Konzernchef Rudolf Staudigl (Bild: Wacker)

Insgesamt erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern von Juli bis September 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 1.200,9 Mio. € (Vj. 1.280,6 Mio. €). Das sind 6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das Umsatzniveau des Vorquartals (1.222,5 Mio. €) hat Wacker fast erreicht. Höhere Absatzmengen als im Vorjahr und günstige Wechselkurseffekte aus dem stärkeren US-Dollar haben den Konzernumsatz im Berichtsquartal positiv beeinflusst. 

Seine Prognose für das Gesamtjahr 2012 hat das Chemieunternehmen konkretisiert und erwartet nun einen Konzernumsatz zwischen 4,6 Mrd. € und 4,7 Mrd. €. Das EBITDA wird im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich bei etwa 750 Mio. € liegen.

„Der Wacker-Konzern hat sich im 3. Quartal unter anspruchsvollen und herausfordernden Rahmenbedingungen achtbar behauptet“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Mittwoch in München. „Erfreulich ist das Umsatz- und Ergebniswachstum in unserem Chemiegeschäft. Aber das schwächere Wirtschaftswachstum und die spezifischen Probleme in der Solarindustrie haben in unseren Geschäftszahlen ihre Spuren hinterlassen. Anhaltender Preisdruck, hohe Lagerbestände, die schwierige finanzielle Situation vieler Marktteilnehmer und die Anti-Dumping-Klagen gegen chinesische Solarhersteller kennzeichnen derzeit unser Polysiliciumgeschäft. Auf der anderen Seite wird die Erzeugung von Solarstrom laufend kostengünstiger. Wir sind zuversichtlich, dass der Photovoltaikmarkt weiter wachsen wird und wir am Ende von der Konsolidierung in diesem Markt dauerhaft profitieren werden. Denn Wacker zählt in diesem Geschäft zu den Qualitäts- und Kostenführern.“

Loader-Icon