Preisverfall für Polysilicium

Wacker muss Prognose senken und will sparen

16.10.2019 Der Chemiekonzern Wacker hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2019 deutlich gesenkt. Das Unternehmen geht davon aus, dass Umsatz und Gewinn schwächer ausfallen werden als bislang prognostiziert. Ausschlaggebend seien vor allem die „extrem niedrigen Preise“ für Polysilicium. Wacker kündigte ein Sparprogramm an.

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Wacker stellt unter anderem polykristallines Silicium, das bevorzugt in kristallinen Solarzellen zum Einsatz kommt. (Bild: danielschoenen – Fotolia)

Viele Marktexperten hätten für das zweite Halbjahr fest mit einer Preiserholung bei Solarsilicium gerechnet, erläuterte Wacker-Vorstandsvorsitzender Rudolf Staudigl. Ganz im Gegenteil dazu seien die Preise im 3. Quartal auf Grund von Überkapazitäten chinesischer Wettbewerber weiter zurückgegangen. Auch in anderen Geschäftsbereichen bei Chemieprodukten bremse die weltweit immer schwächer werdende Konjunktur.

Sparprogramm angekündigt

Wacker erwartet wegen dieser Widrigkeiten, nur noch einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Bisher war man von einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Beim Gewinn (Ebitda) war man schon zuvor von einem Minus zum Vorjahr ausgegangen; dies soll mit 10 bis 20 % aber nun noch größer ausfallen. Wie das Unternehmen weiter bekanntgab, werde vor diesem Hintergrund jetzt ein umfassendes Programm erarbeitet, um Wacker effizienter aufzustellen und „in signifikantem Umfang“ Kosten einzusparen. (jg)

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