Wacker und Dow Corning eröffnen integrierten Silikon-Standort in China

25.11.2010 Die Wacker Chemie AG und die Dow Corning Corporation haben nach vierjähriger Bauzeit ihren gemeinsamen integrierten Produktionskomplex für Silicone in Zhangjiagang (China, Provinz Jiangsu) offiziell eröffnet. Aus diesem Standort heraus bedienen die beiden Unternehmen die stark wachsende Nachfrage nach Siliconen in China und Asien. Das gemeinsame Investitionsvolumen von Wacker und Dow Corning für den rund 1 Quadratkilometer großen Standort liegt in der Größenordnung von 1,8 Mrd. US-Dollar.

Wacker und Dow Corning eröffnen integrierten Silikon-Standort in China

Bei dem Produktionskomplex handelt es sich nach Unternehmensangaben um den größten dieser Art in China. Wacker und Dow Corning stellen dort in Joint Ventures Siloxan und pyrogene Kieselsäuren her. Ihre jeweiligen Anlagen zur Herstellung fertiger Siliconprodukte, die ebenfalls in Zhangjiagang angesiedelt sind, besitzen und betreiben die beiden Unternehmen dagegen unabhängig voneinander.

Der Bau des Großstandortes begann im Jahr 2006, zwei Jahre später nahmen Wacker und Dow Corning die erste Ausbaustufe ihrer Rohstoffproduktion in Betrieb. Die volle Nennkapazität für Siloxan und pyrogene Kieselsäuren in Zhangjiagang liegt in Summe bei rund 210.000 Tonnen pro Jahr. Dr. Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG und Dr. Stephanie Burns, Chairman und CEO der Dow Corning Corporation, betonten im Rahmen der Eröffnungsfeier in Zhangjiagang die strategische Bedeutung des Produktionsstandortes.„Die heutige Einweihung unseres integrierten Siliconstandortes ist ein Meilenstein für unsere beiden Unternehmen“, sagte Burns. „Auch wenn sich das wirtschaftliche Umfeld stark gewandelt hat, seit wir hier vor vier Jahren mit dem Aufbau des Standortes begonnen haben, hat sich an unserem Engagement und an unserem Glauben an Chinas Zukunft nichts geändert. In ganz China und in vielen anderen Teilen Asiens setzen mehr und mehr Hersteller Silicone ein, um die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte zu steigern.

Die Produktion in einem Joint Venture und die Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur und Energieversorgung ermöglicht Skaleneffekte, die auch der Umwelt zugute kommen, weil sie eine wichtige Rolle dabei spielen, Emissionen zu reduzieren und die Logistik effizient zu gestalten. Der Standort arbeitet auf Basis geschlossener Stoffkreisläufe. So werden Chlorsilane für die Herstellung von pyrogenen Kieselsäuren verwendet. Im Gegenzug wird der dort in der Produktion als Nebenanfall entstehende Chlorwasserstoff wieder zur Herstellung von Siloxan verwendet. Viele Rohstoffe für die Produktion werden lokal beschafft, was zusätzlich zur Kosteneffizienz des Standortes beiträgt.

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