Geschäftszahlen

Währungseffekte drücken Bayer aufs Quartalsergebnis

03.05.2018 Ergebnis und Umsatz liegen bei Bayer nach dem ersten Quartal 2018 nominal unter dem Vorjahreswert – Schuld sind Währungseffekte. Diese werden auch Auswirkungen im Jahresverlauf haben, Konzernchef Werner Baumann sieht aber auch Fortschritte bei der Monsanto-Übernahme.

Bayer im Q3 2016: Pharmaceuticals sind Zugpferd

„Strategisch sind wir gut vorangekommen und haben bei der geplanten Übernahme von Monsanto große Fortschritte gemacht“, betonte Bayer-Konzernchef Werner Baumann. (Bild: Bayer)

Mit 2,896 Milliarden Euro liegt das Ebitda vor Sondereinflüssen ganze 5,2 % unter Vorjahresniveau. Der Konzernumsatz sank nominal um 5,6 %. Grund für den Einbruch sind Währungseffekte, vornehmlich der Dollarkurs, der aufs operative Geschäft schlug. Währungsbereinigt verzeichnet Bayer ein Umsatzplus von 2 % auf 9,138 Mrd. Euro, das Ebitda blieb auf Vorjahresniveau. Wachstum verzeichnete der Konzern vor allem in den Bereichen Pharmaceuticals und Animal Health, auch der Bereich Crop Science legte weiträumig zu. Der Umsatz mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten im Bereich Consumer Health blieb dagegen unter Vorjahr.

„Strategisch gut vorangekommen“

„Strategisch sind wir gut vorangekommen und haben bei der geplanten Übernahme von Monsanto große Fortschritte gemacht“, betonte der Vorstandsvorsitzende Baumann. Die EU-Kommission und weitere Behörden, unter anderem in Brasilien, China und Russland, haben dem Vorhaben in diesem Jahr zugestimmt. Damit hat Bayer jetzt zwei Drittel der rund 30 kartellrechtlichen Freigaben erreicht. Die Auflagen der EU-Kommission und anderer Regulierungsbehörden sehen insbesondere den Verkauf verschiedener Crop-Science-Geschäfte von Bayer vor. Entsprechende Vereinbarungen mit BASF hat der Konzern im Oktober 2017 und April 2018 getroffen. Die Monsanto-Übernahme unterliegt weiterhin üblichen Vollzugsbedingungen, einschließlich notwendiger behördlicher Freigaben. Bayer arbeitet weltweit eng mit den Behörden zusammen mit dem Ziel, die Transaktion im 2. Quartal 2018 abschließen zu können.

Bayer bestätigte die im Februar veröffentlichten währungsbereinigten Prognosen für die operative Performance. Unverändert soll der Umsatz demnach währungsbereinigt im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Das Ebitda vor Sondereinflüssen sowie das bereinigte Ergebnis je Aktie sollen sich nach wie vor im mittleren einstelligen Prozentbereich verbessern. Unter Berücksichtigung der Wechselkurse vom 31. März 2018 ergibt sich für das Gesamtjahr ein Rückgang des nominalen Umsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich (bisher: auf Vorjahresniveau). Absolut wird der Umsatz nun unter – statt bisher bei etwa – 35 Milliarden Euro erwartet. Für das um Sondereinflüsse bereinigte Ebitda rechnet Bayer entsprechend mit einer Verringerung im unteren einstelligen Prozentbereich (bisher: auf Vorjahresniveau). Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll unverändert auf Vorjahresniveau bleiben.

Ausführliche Zahlen zu den einzelnen Geschäftsbereichen finden Sie in der Mitteilung des Konzerns. (ak)

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