Weltwirtschaftsklima trübt sich ein

19.08.2011 Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im 3. Quartal 2011 eingetrübt, nachdem es sich zuvor in den ersten beiden Quartalen diesen Jahres verbessert hatte. Sowohl die Einschätzungen der gegenwärtigen Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate verschlechterten sich gleichermaßen. Beide Sektoren sind jedoch im positiven Bereich geblieben. Allgemein ist der konjunkturelle Aufschwung der Weltwirtschaft jedoch deutlich ins Stocken geraten.

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Weltwirtschaftsklima trübt sich ein

Das Weltwirtschaftsklima verschlechtert sich (Bild: Ifo)

In Nordamerika ist der Wirtschaftsklimaindikator spürbar unter seinen langfristigen Durchschnitt gesunken. Das lässt sich hauptsächlich auf die spürbar negativere Einschätzung der gegenwärtigen Wirtschaftslage zurückführen. Auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate trübten sich ein. In Asien hingegen ist der Wirtschaftsklimaindikator trotz eines weiteren Rückgangs sowohl der Lage, als auch der Erwartungen geringfügig über dem langjährigen Durchschnittswert geblieben.

Der Wirtschaftsklimaindikator ist in Europa erstmals seit Anfang 2009 gesunken. Dies geschah überwiegend aufgrund der merklich weniger positiveren Erwartungen. Die aktuelle Wirtschaftslage hat sich hingegen nach Ansicht von Experten geringfügig verschlechtert, wird aber weiterhin insgesamt als günstig beurteilt.

Die Inflationserwartungen sind weltweit leicht gestiegen. Es wird in diesem Jahr mit einem Preisanstieg von 4 Prozent im Weltdurchschnitt gerechnet, während im Vorquartal noch von einem Anstieg um 3,8 Prozent ausgegangen worden war. Im Vergleich zur Umfrage im April erwarten im Durchschnitt zwar weniger Experten, aber immer noch der überwiegende Teil steigende Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate.

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