Schwache Quartalszahlen

Wintershall Dea hadert mit niedrigen Öl- und Gaspreisen

20.08.2020 Der Preisverfall bei Öl- und Gas machen der BASF-Tochter Wintershall Dea stark zu schaffen. Das vergangene Quartal sei „ohne Zweifel eines der herausforderndsten für unsere Branche seit langem“ gewesen, konstatierte Vorstandschef Mario Mehren.

Dementsprechend meldete Wintershall Dea mit einem Betriebsgewinn (Ebitdax) von 254 Mio. Euro im zweiten Quartal 2o20 deutlich niedrigere Zahlen als im Vorjahr (683 Mio. Euro). „Die Covid-19-Pandemie hatte große Auswirkungen auf weite Teile der Weltwirtschaft und auch wir bewegen uns weiterhin in einem Umfeld großer Unsicherheit. Die Öl- und Gaspreise sind im zweiten Quartal erneut stark gefallen, das hat unsere Finanz- und Ertragslage beeinflusst“, erklärte Mario Mehren. Die Brent- und europäische Gaspreise liegen um mehr als 50 % niedriger im Vergleich zum Vorjahreswert.

Produktion bleibt stabil

Die Zeiten sind für die Öl- und Gasförderung derzeit nicht gerade rosig. (Bild: Wintershall Dea)

Die Zeiten sind für die Öl- und Gasförderung derzeit nicht gerade rosig. (Bild: Wintershall Dea)

Trotzdem sieht der Wintershall-Dea-Chef sein Unternehmen weiterhin gut aufgestellt. So sei es trotz der Pandemie gelungen, die Produktion mit 606.000 boe/d auf Vorjahresniveau zu halten. Zudem habe das Unternehmen die „im Branchenvergleich ohnehin niedrigen Produktionskosten“ weiter auf nun 3,5 Dollar/boe gesenkt. Dies biete Wintershall Dea eine stabile und widerstandsfähige Kostenstruktur.

Geplante Projekte „auf Kurs“

Auch die sieht Mehren die für 2020 geplanten Projekte auf Kurs: „In unserem Gas-Projekt Dvalin in Norwegen haben wir die Bohrungen erfolgreich abgeschlossen und das Projekt nimmt planmäßig um den Jahreswechsel die Produktion auf.“ Achimov 4A und 5A in Russland und Raven in Ägypten sollen dann Anfang 2021 folgen. Unternehmensweit meldete Wintershall Dea Investitionen in Produktion und Entwicklung in Höhe von 356 Mio. Euro. (jg)

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