Anlagenbau

Zeppelin Anlagenbau: Rekordaufträge aus Deutschland

10.04.2017 Der Zeppelin-Konzern hat das Geschäftsjahr 2016 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Im Anlagenbau-Segment konnte das Unternehmen den bisher höchsten Auftragseingang in Deutschland realisieren - doch der dickste Fisch kam aus einer anderen Region.

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Zeppelin Konzern schließt erfolgreiches Geschäftsjahr ab

Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, Michael Heidemann, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, und Christian Dummler, Geschäftsführer und CFO, präsentieren die Jahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 auf dem Bilanzpressegespräch in Friedrichshafen. Bild: Zeppelin

Insgesamt kletterte der Konzernumsatz auf 2,36 Mrd. Euro (Vj. 2,33 Mrd. Euro). Zeppelin erzielte vor Steuern ein Ergebnis von 85,9 Mio. Euro (Vj. 81,2 Mio. Euro). An die Mitarbeiter zahlt das Unternehmen deshalb eine Sonderprämie aus. „Durch die hervorragende Leistung unserer Mitarbeiter und die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie haben wir den Konzern auf hohem Ertragsniveau in den letzten Jahren erfolgreich weiterentwickelt, und das trotz anhaltender Krisensituation in der Ukraine und Russland“, fasst Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH, zusammen.

Besonders positiv hatte sich 2016 die Geschäftseinheit Baumaschinen EU entwickelt. Auch das Mietgeschäft entwickelte sich nach Aussagen der Zeppelin-Geschäftsführung positiv. Die Geschäftseinheit Power Systems verzeichnete im Bereich Marine einen hohen Auftragseingang für Antriebseinheiten und Hilfsaggregate für Kreuzfahrtschiffe.

Rekord-Auftragseingang in Deutschland, Großauftrag aus Russland

Trotz gesunkenem Umsatz (2016: 262 Mio. Euro, 2015: 328 Mio. Euro) berichtet Zeppelin für die Geschäftseinheit Anlagenbau von einer positivien Entwicklung. In Deutschland wurde der höchste Auftragseingang seit Bestehen realisiert, in Russland der bisher größte Einzelauftrag gewonnen. Eine strategische Neupositionierung mit wichtigen Auftragserfolgen fand im Bereich Nahrungsmittelanlagen statt. Die Silo-Fertigung wurde am Standort Friedrichshafen konzentriert, die Produktion in Genk, Belgien, infolge dessen eingestellt.

Insgesamt sank die Beschäftigtenzahl des Konzerns von 7.801 in 2015 auf 7.646 in 2015.

Der strategische Fokus des Münchner Konzerns lag 2016 auf der Digitalisierung. Der digitale Ausbau bestehender Geschäftsmodelle wurde vorangetrieben – Kunden sollen nach und nach eine steigende Anzahl von Produkten und Dienstleistungen online nutzen können. Ein Meilenstein war die Gründung der sechsten Strategischen Geschäftseinheit Z Lab, die sich ausschließlich auf den Aus- und Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle konzentriert. Mit dem Start-up klickrent, einer Online-Sharing-Plattform für Bauequipment, ist bereits ein erstes digitales Produkt im Markt positioniert. Insgesamt wird der Zeppelin Konzern in den kommenden fünf Jahren einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Digitalisierung neuer und bestehender Geschäftsmodelle und die Qualifizierung der Mitarbeiter investieren. Bis 2025 sollen 50 % des Geschäfts aus digitalen Geschäftsmodellen und Kanälen generiert werden.

(as)

 

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